10/09/2026
Rundum und liebevoll behütet auf all unseren Wegen
So ein alter roter Käfer (Baujahr 1984) weckt sofort Reiselust. Der Holzkoffer ist festgeschnallt, die Sonne scheint, die Straße liegt vor einem – eigentlich könnte es gleich losgehen.
Wobei man bei einem Käfer dieses Alters vermutlich nicht so ganz selbstverständlich davon ausgehen sollte, dass jede Fahrt ohne Panne oder ein Ruckeln oder Poltern verläuft. Aber vielleicht gehört gerade das zu seinem Charme: Man fährt ein wenig langsamer, hört genauer hin und freut sich umso mehr, wenn man gut am Ziel ankommt. Das Brabbeln des luftgekühlten 1200er-Motors ist für jeden Käferliebhaber ja schon fast so etwas wie „Musik“ in den Ohren!
Ja, zweifelsohne verläuft unser Leben selten so glatt, wie wir es geplant haben. Da gibt es überraschend schöne Strecken, aber ebenso Umleitungen, Schlaglöcher und Tage, an denen wir am liebsten einfach rechts heranfahren und eine ganz lange Rast einlegen würden. Und in unserem persönlichen „Reisegepäck“ befindet sich manches, das wir gern mitnehmen – und anderes, das wir nur zu gern irgendwo und schnellstmöglich zurücklassen würden.
Mitten hinein in alle Unwägbarkeiten lässt Gott uns wissen, dass wir von IHM gnädige Bewahrung erbitten und im Vertrauen auch erwarten dürfen:
„Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“
Psalm 121,8
Das ist allerdings keine Zusage für eine pannenfreie Fahrt durchs Leben. Gott verspricht uns nicht, dass wir niemals krank werden, keine Enttäuschung erleben und jeder unserer Pläne gelingt. Doch er sagt uns etwas, das noch viel tiefer reicht: Du gehst – oder fährst – keinen einzigen Weg ohne mich!
Gott kennt unseren Ausgang und unseren Eingang. Er ist bei uns, wenn wir voller Freude zu etwas Neuem aufbrechen. Er bleibt aber auch dann an unserer Seite, wenn der Weg so komplett anders verläuft als gedacht und wir nicht wissen, wie es weitergehen soll.
Vielleicht liegt gerade eine weitreichende Entscheidung vor dir. Vielleicht machst du dir Sorgen um einen lieben Menschen oder trägst schon länger eine ziemliche Last mit dir herum. Darum sei umso mehr getrost: Du musst heute noch nicht den ganzen Weg sehen. Es genügt, wenn du den nächsten Schritt mit Jesus gehst.
Ja, manchmal bewahrt Gott uns vor einer Schwierigkeit. Manchmal bewahrt er uns mitten in ihr. Und manchmal erkennen wir erst viel später, wie treu seine Hand uns geführt und getragen hat.
Darum dürfen wir auch all das Unbekannte und Ungewisse getrost in seine liebenden Hände legen. Nicht weil wir wissen, was hinter der nächsten Kurve wartet – sondern weil wir wissen, wer mit uns unterwegs ist. Das ist solch ein großer Trost, der auch unser unruhiges Herz zur Ruhe kommen lassen kann!
Gebet:
Herr Jesus Christus, du kennst den Weg, der vor uns liegt. Bitte behüte uns bei jedem Aufbruch und schenke uns ein gutes Ankommen. Gib uns festen Mut für neue Wege, Kraft für schwierige Strecken und volles Vertrauen, wenn wir noch nicht erkennen können, wie es überhaupt weitergeht. Vielen Dank, dass wir an deiner Hand niemals allein unterwegs sind. AMEN.
Wir wünschen euch für alle Wege, die in der kommenden Zeit vor euch liegen, Gottes reichen Segen, seine Bewahrung und Leitung – und immer wieder die ganz reale, wunderbare Erfahrung: Der Herr geht mit!
Viele herzliche Grüße von der Nordseeküste
Kata und Henning