25/08/2026
Wichtige Tipps zum Parken im Auslandsurlaub!
Wie Sie im Ausland stressfrei parken
Endlich Urlaub - aber haben Sie wirklich an alles gedacht? Zum Beispiel daran, die richtige Parkscheibe für Ihr Urlaubsland zu besorgen? Stimmt. Da war doch was. Wir geben eine Übersicht.
Im Ausland gelten fürs Parken oft andere Regeln. Sogar die Parkscheiben-Designs unterscheiden sich in einigen Ländern von denen in Deutschland. Während deutsche Parkscheiben in Tschechien und Polen uneingeschränkt erlaubt sind, ist das etwa in Österreich, Italien und Frankreich anders. Hier sind deutsche oder elektronische Parkscheiben verboten. Gut zu wissen vor der nächsten Urlaubsreise, denn die falsche Parkscheibe kann schon mal Bußgelder von bis zu 50 Euro nach sich ziehen.
Viertelstundenschritte in Österreich
In Österreich wird - anders als in Deutschland - bei der dortigen analogen Parkscheibe auf die nächste Viertelstunde gerundet. Deutsche Parkscheiben sind bei unseren Nachbarn nicht gültig, da ihre Skalierung abweicht. Wer falsch parkt, zahlt zwischen 30 und 50 Euro, in Verwaltungsverfahren bis zu 726 Euro. Elektronische Parkscheiben sind hier ebenfalls nicht zugelassen.
Der Tipp von Regina Wallner aus der Bayern 1 Verkehrsredaktion Österreich: "Parkscheiben für Österreich mit 15-Minuten-Taktung sind in Deutschland unter anderem an fast allen Tankstellen, in Baumärkten oder direkt im ADAC Shop sowie beim Müller Drogeriemarkt erhältlich."
Schweiz erkennt deutsche Parkscheiben an - auf "blaue Zonen" achten
In der Schweiz gilt die blaue Parkscheibe in den sogenannten "blauen Zonen", so Regina Wallner. Sie misst mindestens 11 × 15 Zentimeter, hat eine halbstündige Skala und muss auf die nächste halbe Stunde eingestellt werden.
Deutsche Parkscheiben werden anerkannt. Das Verwarnungsgeld beträgt 40 Franken (etwa 37 Euro). Elektronische Varianten sind erlaubt, wenn sie nach dem Abstellen des Fahrzeugs nicht automatisch weiterlaufen.
Frankreich: Nur einheimische Parkscheiben erlaubt
Frankreich verwendet den "Disque de stationnement". Die quadratische, blau-weiße Pappscheibe (15 × 15 Zentimeter) zeigt ausschließlich die Ankunftszeit. Die Skala ist halbstündig, elektronische Modelle sind verboten.
Die "Grande Nation" akzeptiert ausschließlich französische Scheiben. Bei Verstößen drohen 17 bis 35 Euro Strafe.
Italien: Verschiedene Designs, verschiedene Regelungen
In Italien wird die Parkscheibe "Disco orario" genannt. Es gibt kein landesweit einheitliches Design – meist sind es blaue oder weiß-blaue, runde oder rechteckige Scheiben aus Karton oder Kunststoff mit der Aufschrift "ora di arrivo". Je nach Gemeinde wird auf halbe oder Viertelstunden gerundet.
Deutsche Scheiben sind nicht gültig. Elektronische Ausführungen sind ebenfalls nicht erlaubt. Die Bußgelder liegen zwischen 25 und 50 Euro.
Niederlande und Belgien: analoge Parkscheiben akzeptiert
In diesen beiden Beneluxländern werden die blauen deutschen Parkscheiben akzeptiert. In Belgien sind allerdings elektronische Scheiben nicht zulässig. Hier drohen hohe Bußgelder. In den sogenannten "Blauen Zonen" kann man in der Regel nur zwei Stunden parken.
Dänemark: Vorsicht auf privaten Parkplätzen
Auch in Dänemark wird auf die nächste Viertelstunde aufgerundet. Obwohl deutsche Parkscheiben diese Skalierung nicht haben, werden sie auf öffentlichen Parkplätzen in der Regel akzeptiert. Bei privaten Parkplätzen kann es dagegen zu Schwierigkeiten kommen.
Wer sicher gehen will: Eine dänische Parkscheibe erhalten Sie in Dänemark unkompliziert an fast allen Tankstellen, in Touristenbüros oder alternativ bei diversen Onlinehändlern (u.a. im Dänemark Shop).
Quelle: BR1