20/08/2026
🎁 Schenkung zu Lebzeiten - warum die 10-Jahres-Frist so wichtig ist
Wer Vermögen bereits zu Lebzeiten überträgt, kann seine Vermögensnachfolge frühzeitig gestalten, Freibeträge gezielt nutzen und spätere Konflikte innerhalb der Familie vermeiden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die 10-Jahres-Frist. Steuerlich werden mehrere Erwerbe von derselben Person innerhalb von zehn Jahren zusammengerechnet. Persönliche Freibeträge können grundsätzlich nach Ablauf von zehn Jahren erneut genutzt werden. Eine frühzeitige Planung kann deshalb ermöglichen, Vermögen in mehreren Schritten zu übertragen. Doch Steuern sind nur ein Teil der Planung.
🏠 Bei Immobilien sollte geklärt werden, ob sich der Schenker beispielsweise Nießbrauch oder ein Wohnrecht vorbehalten möchte.
⚖️ Auch Pflichtteilsansprüche sind wichtig. Die steuerliche 10-Jahres-Frist und die pflichtteilsrechtliche 10-Jahres-Frist verfolgen unterschiedliche Zwecke. Eine steuerlich sinnvolle Gestaltung kann deshalb dennoch pflichtteilsrechtliche Konflikte auslösen.
🔄 Bei größeren Schenkungen sollten außerdem mögliche Rückforderungsrechte geprüft werden. Lebensumstände können sich ändern - etwa durch finanzielle Schwierigkeiten, Scheidung, Tod des Beschenkten oder einen späteren eigenen Liquiditätsbedarf des Schenkers.
👨👩👧👦 Besonders bei mehreren Kindern ist zudem wichtig, Schenkung und Testament aufeinander abzustimmen. Wird beispielsweise eine Immobilie nur einem Kind übertragen, sollte geklärt werden, wie andere Kinder später berücksichtigt werden sollen.
Eine Schenkung sollte deshalb nicht ausschließlich mit dem Ziel erfolgen, Steuern zu sparen. Sie muss zur persönlichen Situation, zur Vermögensstruktur und zu den langfristigen Zielen der Familie passen.
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