08/01/2020
Muss ich zu Hause sein, wenn der Heizungsableser kommt?
Aus dem Mietverhältnis ergibt sich für den Mieter regelmäßig eine Pflicht, dem Ableser einmal jährlich Zutritt zur Wohnung zu ermöglichen. Das bedeutet aber nicht, dass alle Bewohner, persönlich zu Hause sitzen und auf den Ablesedienst warten müssen.
Es kann auch stattdessen ein Schlüssel hinterlegt werden, idealerweise bei einem Nachbarn, zu dem der Ableser ebenfalls in die Wohnung muss. Manchmal erklärt sich auch die Hausverwaltung oder der Vermieter selbst bereit, den Heizungsableser in die Wohnung zu lassen.
Wer zum angekündigten Termin nicht zu Hause sein kann und auch seine Schlüssel nicht aus der Hand geben möchte, kann bei der Ablesefirma anrufen und kostenfrei einen anderen Termin vereinbaren. Einfach nicht zu Hause zu sein ist hingegen keine gute Idee. Unnötige Anfahrten des Ablesers können nämlich unter Umständen den Mietern in Rechnung gestellt werden.
Auch wenn es letzten Endes zu gar keiner Heizungsablesung kommt, bedeutet das nicht, dass die Bewohner um die Zahlung der Nebenkosten herumkommen. Stattdessen können in solchen Fällen die Heizkosten geschätzt werden, wobei die Schätzungen im Zweifel hoch ausfallen. Wer den Heizungsableser also nicht in die Wohnung lassen will, zahlt am Ende regelmäßig drauf.
In manchen Häusern gehören solche Ablesetermine inzwischen ohnehin bereits der Vergangenheit an. Dank neuer Technik sind Heizungsablesungen nämlich auch per Funk durchführbar, sodass gar kein Mitarbeiter der Firma mehr die Wohnung betreten muss. Bis sich diese Technik aber überall durchgesetzt hat, dürfte es noch eine Weile dauern.
- - - Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2020 - - -
Ihr Beko Check Team