20/03/2026
Heute vor dem Landgericht Oldenburg fand der dritte Hauptverhandlungstag von der großen Strafkammer statt. Vorgeworfen wird den dortigen drei Angeklagten gemeinschaftlicher, schwerer Diebstahl als Bande.
als ich meinen Laptop auf meinen Platz stellte und mich etwas einrichte kam. Auch der Sitz ungs Vertreter der Staatsanwaltschaft begrüßte mich mit den Worten, ob denn meine Mandanten wieder so viel Lügen erzählen würden und ob es heute wieder so lange dauern würde, wie beim letzten Mal.
ich entgegnete darauf, dass ich lediglich einen Mandanten hätte und nicht genau wisse, was denn noch alles detailliert alles erzählt werden würde, zumal ich erst mal noch gar nicht von vornherein beurteilen könnte, ob das gelogen wär. Ich war ja schließlich nicht dabei und die Hauptverhandlung hat erst vor kurzem begonnen. Er meinte daraufhin, er könne das sehr gut einschätzen.
Nachdem ich die vorbereitete Einlassung verlesen hatte und mein Mandant noch einiges von sich aus ergänzt hatte, was ich in der Tat nicht alles im Detail zuvor kannte, weil die Verständigung zum einen sehr schwierig war und der Mandant auch nun mal eigene Angaben machen wollte und ich das bei diesem Sachverhalt und entsprechenden Sachlage für ausreichend erachtet habe, äußerte der Sitz ungs Vertreter der Staatsanwaltschaft mir gegenüber, dass ich ihn ja angelogen hätte. Ich habe ja schließlich alles schon zuvor vorbereitet und also doch gewusst. Ich weiß darauf hin, dass ich gesagt habe. Ich wüsste nicht, was mein Mandant erzählen werde, was ich hier verlesen ist ja noch mal was anderes, das wollte er aber gar nicht einsehen und war dann anscheinend etwas eingeschnappt, ich bin auf diese Spielchen auch im Weiteren dann gar nicht mehr eingegangen und habe mich schon auf das Wochenende gefreut. Die Hauptverhandlung ist insgesamt für uns ganz in Ordnung gelaufen und nun geht es für mich ins Wochenende, während er vermutlich noch mal in sein Büro muss.