03/06/2026
Betriebsprüfung im E-Commerce.
Ach du heilige Scheiße.
Ich glaube, die wenigsten haben auf dem Schirm, was da in den nächsten Jahren auf uns zurollt.
Jahrelang lief im E-Commerce vieles unter dem Radar. Die Gesetze waren da, die Vorgaben waren da - Marktplatzhaftung, Quick Fixes, OSS. Nur Konsequenzen gab es gefühlt kaum.
Und genau das hat einen Glauben erzeugt, der vielen noch teuer zu stehen kommt: Man schnappt sich ein Tool, nimmt irgendeinen Steuerberater dazu und gut ist.
Ist es eben nicht.
Es gibt aus meiner Sicht kein einziges Tool in Deutschland, das E-Commerce sauber GoBD-konform abbildet. Vieles ist im Nachgang veränderbar, schon die Einzelaufzeichnung wackelt oft. Und wenn darauf Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder OSS-Meldungen aufbauen, wird es in der Prüfung schnell ungemütlich.
Dazu kommt: Bei den meisten fehlt die Basis. Keine Verfahrensdokumentation, keine sauberen Systeme, kein echter Überblick über Buchhaltung, Warenbestände oder das umsatzsteuerliche Setup.
Und dann trifft diese Sorglosigkeit auf die typisch deutsche Genauigkeit im Finanzamt.
Da wird es hässlich. Zölle und Ausfuhren werden stärker kontrolliert, USt-IDs zum Lieferzeitpunkt geprüft, Grenzübertritte nachversteuert. Prüfer, die E-Commerce wirklich verstehen, finden meist deutlich mehr, als der Unternehmer ahnt. Und weil solche Sachen über Jahre laufen, kommt am Ende rückwirkend die volle Breitseite.
Deshalb haben wir uns bei DHW vor Jahren auf E-Commerce spezialisiert. Weil das Risiko hier so groß ist, dass du es entweder richtig machst oder besser ganz sein lässt.
Wie sieht es bei dir aus - hattest du schon mal eine Betriebsprüfung im E-Commerce? Erzähl mal.