30/09/2026
Wer sein Haus verkaufen und gleichzeitig eine neue Immobilie kaufen möchte, steht schnell vor einem Problem. Verkauft man zuerst, kennt man sein tatsächliches Budget, braucht aber möglicherweise eine Zwischenlösung zum Wohnen. Kauft man zuerst, ist das neue Zuhause gesichert, während der Verkauf der bisherigen Immobilie plötzlich unter Zeitdruck geraten kann.
Und genau dieser Zeitdruck kann teuer werden.
Wenn der Kauf der neuen Immobilie bereits unterschrieben ist, laufen Finanzierung und Zahlungsfristen unabhängig davon weiter, ob das bisherige Haus schon verkauft wurde. Kommt der Verkauf dann langsamer voran als geplant, wird aus einem entspannten Verkaufsprozess schnell eine Situation, in der man verkaufen muss.
Deshalb sollte man beide Geschäfte nicht getrennt voneinander betrachten. Noch bevor die neue Immobilie gekauft wird, sollte möglichst realistisch geklärt sein, welchen Preis die bestehende Immobilie erzielen kann, wie lange ein Verkauf voraussichtlich dauern könnte und wie eine mögliche Zwischenfinanzierung aussieht.
Auch die zeitliche Abstimmung kann viel ausmachen. Kaufpreisfälligkeit, Übergabe und Auszug lassen sich teilweise so gestalten, dass zwischen beiden Immobilien nicht unnötig große Lücken entstehen.
Eine pauschale Antwort, ob zuerst gekauft oder verkauft werden sollte, gibt es deshalb nicht. Entscheidend sind Finanzierung, Rücklagen, Marktsituation und der persönliche Zeitrahmen.
Wer beide Vorgänge frühzeitig zusammen plant, verhindert vor allem