Kanzlei Gavish - Der lustige Strafrechts Blog

Kanzlei Gavish - Der lustige Strafrechts Blog Strafrecht kann auch lustig sein (zumindest für Aussenstehende)! Mann muss nicht Alles immer so ernst nehmen nur weil es ernst ist!

08/01/2018

BGH Beschluss vom 29. November 2017 - XII ZB 459/16

Der unter anderem für das Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle, mit deren konserviertem Spendersamen ein Kind gezeugt wurde, rechtlich nur die Vater- und nicht die Mutterstellung erlangen kann.

27/11/2017

ntv Nachrichten

"09:59 Uhr

"Kannibale von Rotenburg" will früher aus Gefängnis Meiwes.

Seit 2006 sitzt Armin Meiwes im Gefängnis - er wurde wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Dass er den Beinamen "Kannibale von Rotenburg" verpasst bekam, liegt an seinem Appetit auf Menschenfleisch. Er hatte einen Internet-Bekannten getötet, zerlegt und Teile des Körpers gegessen. Über Meiwes Antrag werde die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Kassel entscheiden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zunächst werde ein Sachverständigen-Gutachten zur Frage einer günstigen Sozialprognose eingeholt. Wann eine Entscheidung über eine vorzeitige Entlassung falle, sei noch nicht absehbar."

!!!

Tatsächlich sitzt er seit 2002 im Gefängnis (Untersuchungshaft). Lebenslange Freiheitsstrafe bedeutet nicht unter 15 Jahre. Rechnen können ist wichtig. Recherchieren können ist auch wichtig.

19/07/2016

Freispruch eines psychiatrischen Gutachters vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs einer
Staatsanwältin unter Ausnutzung eines Beratungs- und Behandlungsverhältnisses

Beschluss vom 29. Juni 2016 – 1 StR 24/16

Das Landgericht München II hat den Angeklagten wegen "sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Beratungs- oder Behandlungsverhältnisses in zwei Fällen" zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Die Revision des Angeklagten führt zur Aufhebung des Urteils und zum Freispruch.

Nach den Feststellungen des Landgerichts wurde der Angeklagte als Psychiater vom Landgericht häufiger mit der Erstellung von Gutachten in Strafverfahren beauftragt. Dabei lernte er auch die Nebenklägerin kennen, damals Richterin am Landgericht, die mit einem guten Freund des Angeklagten – einem verheirateten Kollegen – ein Verhältnis begonnen hatte. Der Angeklagte entwickelte ein gesteigertes Interesse an der Nebenklägerin. Bei einem gemeinsamen Abendessen offenbarte die Nebenklägerin dem Angeklagten eine seit mehreren Jahren bestehende Alkoholabhängigkeit.

Etwa zwei Jahre später wurde die Nebenklägerin, die nunmehr als Staatsanwältin tätig war, nach einem zweiwöchigen Klinikaufenthalt zwecks Behandlung der genannten Abhängigkeit und weiterer Krankheitsbilder von ihrem Vorgesetzten mit einem erheblichen Nachlassen ihrer Arbeitsleistung konfrontiert. Aufgrund dieser Drucksituation erstrebte sie die Einnahme von angstlösenden Benzodiazepinen. Während des Klinikaufenthalts war es vor dem Hintergrund einer früher bestehenden Benzodiazepin-Abhängigkeit zu einer langsamen Reduzierung und schließlich einer Absetzung zuvor verabreichter Benzodiazepine gekommen. Die Nebenklägerin ging davon aus, ihr behandelnder Arzt werde ihr diese Medikamente nicht mehr verschreiben. In dieser Situation kam sie auf den Gedanken, sich an den Angeklagten zu wenden und sein Interesse an ihr auszunutzen, um ihn durch Aufnahme einer sexuellen Beziehung zur Verschreibung von Benzodiazepinen zu bewegen. Zugleich wollte sie damit ihren früheren Kollegen, mit dem sie ein Verhältnis gehabt hatte, ärgern.

Diesen Plan setzte sie in der Folgezeit um und erreichte, dass der Angeklagte ihr mehrfach die begehrten Medikamente verschrieb oder Blankorezepte überließ. Der Angeklagte besorgte sich in diesem Zusammenhang frühere Arztberichte und beriet die Nebenklägerin über eine Änderung der Medikation. Weitergehende Avancen des Angeklagten, der mit der Nebenklägerin eine Lebenspartnerschaft beginnen und ein gemeinsames Kind haben wollte, wies sie zurück. Im Rahmen dieses mehrere Monate dauernden Verhältnisses kam es mehrfach zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen des Angeklagten mit der Nebenklägerin.

Der Bundesgerichtshof hat, anders als das Landgericht, das Verhalten des Angeklagten als nicht strafbar angesehen und ihn deshalb auf der Grundlage der umfassenden rechtsfehlerfreien Feststellungen freigesprochen.

Strafbar wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses (§ 174c Abs. 1 StGB) macht sich ein Täter dann, wenn er sexuelle Handlungen an einer Person vornimmt, die ihm wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer körperlichen Behinderung zur Beratung, Behandlung oder Betreuung anvertraut ist. Dabei muss er zudem unter Missbrauch dieses Verhältnisses handeln. Zweck dieser Strafvorschrift ist der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung in Situationen, die typischer Weise besonders missbrauchsanfällig sind.

Der Bundesgerichtshof sieht vorliegend einen atypischen Fall, der davon gekennzeichnet ist, dass sich die Nebenklägerin bereits außerhalb eines Beratungs- und Behandlungsverhältnisses dazu entschlossen hat, den Angeklagten für ihre Ziele zu instrumentalisieren. Diese Entscheidung war nach Auffassung des Bundesgerichtshofs auch nicht mit wesentlichen Willensmängeln behaftet. Weil die Nebenklägerin dem Angeklagten aufgrund ihrer beruflichen Stellung und Persönlichkeit zudem auf "Augenhöhe" begegnete, stellte sich das Handeln der Nebenklägerin nach Auffassung des Bundesgerichtshofs im Ergebnis als Ausdruck ihrer sexuellen Selbstbestimmung und nicht als deren Missbrauch durch den Angeklagten dar.

In diesem Zusammenhang hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass dem gesetzlichen Merkmal "Missbrauch" eine eigenständige Bedeutung für die Beurteilung der Strafbarkeit solcher Fälle zukommt. Für die Beurteilung der Frage, ob ein Missbrauch in diesem Sinne vorliegt, ist die Art und Intensität des Behandlungsverhältnisses entscheidend.

Vorinstanzen:

Landgericht München II, Urteil vom 15. Juli 2015 – 1 KLs 31 Js 4982/13

Karlsruhe, den 19. Juli 2016

08/03/2016

Klagen von Gläubigern griechischer Staatsanleihen gegen die Hellenische Republik wegen der Umschuldung im Jahr 2012 sind in Deutschland unzulässig.

Der BGH sagt die Klage sei unzulässig, "da weder die deutsche Bank noch die Kläger Teilnehmer des Girosystems der griechischen Zentralbank waren".

Was ist ein Ystem?

18/09/2015

soeben 300.000,- € Schmerzensgeld für Mandanten erstritten!

12/08/2015

Das Auto unabgesperrt parken oder mit offenem Fenster ist eine Ordnungwidrigkeit. Cabrios ohne Verdeck sind aber ok...

09/06/2015

Es gibt solche und solche "Pferdemädchen":

19-Jährige zerstückelt Shetlandpony - Nicht zum ersten Mal

Nach dem Fund abgetrennter Beine eines Shetlandponys im rheinischen Troisdorf geht die Polizei von einer Wiederholungstäterin aus. Bereits im Jahr 2013 soll die damals 17-jährige Tatverdächtige wegen vergleichbarer Taten auffällig geworden sein. Damals soll sie die Tiere geköpft haben.

16/05/2015

Boston-Attentäter zu(m) Tode verurteilt

Liebe BILD,das ist nicht OK.
14/04/2015

Liebe BILD,
das ist nicht OK.

02/04/2015

Mein Mandant hat heute zu der sehr netten Richterin, die sein Verfahren eingestellt hat, "selbsternannte Akademikerin" gesagt. Ins Gesicht!

Gericht muss entscheiden: Wie viel Schinken ist "1 Schinken"? Was war passiert? Der 62-Jährige zog bei einer Tombola das...
16/03/2015

Gericht muss entscheiden: Wie viel Schinken ist "1 Schinken"?

Was war passiert? Der 62-Jährige zog bei einer Tombola das richtige Los und gewann einen Gutschein für "1 Schinken". Als er seinen Gewinn bei einem Partyservice abholten wollte, war er allerdings enttäuscht. Statt der erwarteten Schweinekeule bekam er lediglich einige hundert Gramm Schinken. Nun hat der Gewinner Klage eingereicht.

Ein 62-jähriger Mann hatte "1 Schinken" bei einer Tombola in Isenbüttel gewonnen. Doch statt einer Schweinekeule sollte er ein kleineres Stück bekommen.

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Türken Straße 7
Munich
80333

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