06/06/2026
Wer selbständig ist, kennt das.
Die E-Mail im Auto.
Der Schriftsatz zwischen zwei Terminen.
Der Rückruf auf dem Parkplatz.
Und jedes Mal kommt die gleiche Diskussion:
„Man muss auch mal abschalten.“
„Unterwegs wird nicht gearbeitet.“
„Mach doch einfach Feierabend.“
Klingt in der Theorie gut.
In der Praxis wartet die Arbeit aber trotzdem auf dich.
Wenn ich die Stunde zwischen zwei Terminen nicht nutze, liegt die gleiche Stunde heute Abend auf meinem Schreibtisch. Die verschwindet ja nicht einfach.
Ich mache während meiner Bürozeiten kaum Pausen. Nicht weil mich jemand dazu zwingt. Sondern weil ich selbständig bin und meine Arbeit erledigt werden muss.
Und genau deshalb nutze ich Wartezeiten.
Nicht, um mehr zu arbeiten.
Sondern um später weniger arbeiten zu müssen.
Für mich bedeutet Work-Life-Balance nicht, jede freie Minute krampfhaft arbeitsfrei zu halten.
Für mich bedeutet Work-Life-Balance, wirklich bei meiner Familie zu sein, statt noch drei Stunden E-Mails abzuarbeiten.
Deshalb sieht man mich manchmal mit Laptop im Auto.
Nicht weil ich keine Grenzen habe.
Sondern weil ich mir damit die Zeit freischaufle, die mir wirklich wichtig ist.
Wie seht ihr das?
Arbeit bleibt im Büro – oder nutzt ihr unterwegs auch jede freie Minute sinnvoll?