Rechtsanwältin Pfeffer

Rechtsanwältin Pfeffer Familienrecht, Erbrecht, Reiserecht, Kosmetikrecht, Vertragsrecht in MG-Rheydt und bundesweit!

06/06/2026

Wer selbständig ist, kennt das.

Die E-Mail im Auto.
Der Schriftsatz zwischen zwei Terminen.
Der Rückruf auf dem Parkplatz.

Und jedes Mal kommt die gleiche Diskussion:

„Man muss auch mal abschalten.“
„Unterwegs wird nicht gearbeitet.“
„Mach doch einfach Feierabend.“

Klingt in der Theorie gut.

In der Praxis wartet die Arbeit aber trotzdem auf dich.

Wenn ich die Stunde zwischen zwei Terminen nicht nutze, liegt die gleiche Stunde heute Abend auf meinem Schreibtisch. Die verschwindet ja nicht einfach.

Ich mache während meiner Bürozeiten kaum Pausen. Nicht weil mich jemand dazu zwingt. Sondern weil ich selbständig bin und meine Arbeit erledigt werden muss.

Und genau deshalb nutze ich Wartezeiten.

Nicht, um mehr zu arbeiten.

Sondern um später weniger arbeiten zu müssen.

Für mich bedeutet Work-Life-Balance nicht, jede freie Minute krampfhaft arbeitsfrei zu halten.

Für mich bedeutet Work-Life-Balance, wirklich bei meiner Familie zu sein, statt noch drei Stunden E-Mails abzuarbeiten.

Deshalb sieht man mich manchmal mit Laptop im Auto.

Nicht weil ich keine Grenzen habe.

Sondern weil ich mir damit die Zeit freischaufle, die mir wirklich wichtig ist.

Wie seht ihr das?

Arbeit bleibt im Büro – oder nutzt ihr unterwegs auch jede freie Minute sinnvoll?

04/06/2026

Kleiner Feiertagsgruß aus dem Familienrecht.🙌🏽

Es gibt Akten, da geht es um Umgangszeiten, Unterhalt oder das Wechselmodell.

Und dann gibt es Akten, bei denen man nach drei Seiten merkt, dass die Wohlverhaltenspflicht bereits unter tragischen Umständen verstorben ist.

Zur Erinnerung:

Nach einer Trennung muss man den anderen Elternteil nicht mögen.

Man muss ihn nicht vermissen.

Man muss ihn nicht einmal sympathisch finden.

Aber wenn gemeinsame Kinder betroffen sind, sollte man sie nicht zum Schlachtfeld der eigenen Verletzungen machen.

Erstaunlich viele Verfahren würden sich erledigen, wenn Erwachsene ihre Nachrichten vor dem Absenden einmal laut vorlesen würden.

Familienrichter hassen diesen Trick.

Rechtlicher Hintergrund:

Die sogenannte Wohlverhaltenspflicht ergibt sich aus § 1684 Abs. 2 BGB. Danach haben Eltern alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert.

Wer den anderen Elternteil ständig schlechtmacht, Umgang vereitelt, Kinder in Loyalitätskonflikte bringt oder sie als Nachrichtenübermittler benutzt, handelt nicht nur unklug – sondern häufig auch rechtswidrig.

Und ja: Richter lesen die WhatsApp-Nachrichten tatsächlich 🙂

02/06/2026

Gestern hatte ich drei Ehevertragsberatungen.

Drei unterschiedliche Paare.
Drei völlig unterschiedliche Lebenssituationen.

Und trotzdem ging es in allen drei Gesprächen um dieselbe Frage:

Wie verhindern wir, dass Care-Arbeit finanziell entwertet wird?

Denn die Realität sieht häufig so aus:

Zwei Menschen bekommen gemeinsam ein Kind.
Einer macht beruflich weiter wie bisher.
Der andere reduziert Stunden, lehnt Beförderungen ab, nimmt Elternzeit, organisiert Arzttermine, Kita-Eingewöhnung, Kindergeburtstage, Hausaufgaben und all die Dinge, die in keiner Gehaltsabrechnung auftauchen.

Jahre später haben beide viel für die Familie geleistet.

Aber nur einer hat Gehaltssprünge, Karrierefortschritte, Rentenpunkte und Vermögen aufgebaut.

Der andere hat oft das Nachsehen.

Und genau deshalb können Eheverträge sinnvoll sein.

Nicht um jemanden „über den Tisch zu ziehen“.

Sondern um vorher festzulegen, was fair ist.

Zum Beispiel durch:

✔️ einen monatlichen Care-Ausgleich während der Kinderbetreuung

✔️ eine Ausgleichszahlung für berufliche Nachteile im Falle einer Trennung

✔️ den gezielten Vermögensaufbau für den betreuenden Elternteil, etwa über Depots oder Altersvorsorge

Viele denken bei Eheverträgen an Unternehmer, Immobilien oder Millionenvermögen.

In meiner Praxis geht es aber erstaunlich oft um etwas ganz anderes:

Die Frage, welchen finanziellen Wert wir der Arbeit beimessen, die Familien überhaupt erst möglich macht.

Und die Antwort darauf sagt oft mehr über eine Beziehung aus als jedes romantische Eheversprechen.

Wie seht ihr das?

Sollte Care-Arbeit im Ehevertrag ausdrücklich finanziell berücksichtigt werden – oder regelt das Gesetz bereits ausreichend?

29/05/2026

„Ich dachte, das regelt sich von alleine. 🙂“

Einer der teuersten Sätze im Familienrecht.

Umgang, Unterhalt, Auskunft, Zugewinn, Vermögen, gemeinsame Immobilie, Schulden, Hausrat, Sorgerecht — viele warten erstmal ab, weil sie keinen Streit wollen.

Verstehe ich.

Aber leider löst sich in hochstreitigen Trennungen meistens nichts dadurch, dass man möglichst lange ruhig bleibt, alles schluckt und hofft, dass der andere irgendwann fair wird.

Oft passiert eher das Gegenteil:

Umgang wird immer weiter reduziert.
Unterhalt wird monatelang nicht gezahlt.
Auskünfte werden nicht erteilt.
Vermögen verschwindet plötzlich.
Absprachen werden später bestritten.
Und am Ende fehlt genau das, was man gebraucht hätte: Nachweise.

Abwarten kann sinnvoll sein, wenn wirklich noch Gespräche möglich sind.

Aber wenn du seit Monaten hingehalten wirst, immer wieder dieselben Ausreden hörst oder merkst, dass dein Entgegenkommen nur ausgenutzt wird, dann ist „ich warte erstmal ab“ keine Strategie mehr.

Dann ist es oft einfach nur Zeitverlust.

Und Zeitverlust kann im Familienrecht richtig teuer werden — emotional, finanziell und manchmal auch im Verhältnis zum eigenen Kind.

Also bitte:
Nicht aus Angst vor Streit alles laufen lassen.

Lass frühzeitig prüfen, welche Rechte du hast, welche Fristen wichtig sind und was du jetzt dokumentieren solltest.

Denn „ich wollte keinen Streit“ klingt nett.

Hilft dir aber später vor Gericht meistens wenig.

28/05/2026

…ist einer der Sätze,
die ich in Trennungen am häufigsten höre.

Und oft wird das aus schlechtem Gewissen, Harmoniebedürfnis oder emotionalem Ausnahmezustand gesagt.

🔥Problem:
Viele wissen in diesem Moment noch gar nicht,
wie ihre finanzielle Situation ein paar Monate später wirklich aussieht.

Neue Wohnung.
Kinderbetreuung.
Teilzeit.
Lebenshaltungskosten.
Versicherungen.
Steigende Belastung im Alltag.

Unterhalt ist kein Bestrafen des anderen Elternteils.
Und auch kein Charakterfehler.

Deshalb:
Bitte niemals vorschnell des lieben Friedens willen auf Unterhalt verzichten oder irgendetwas unterschreiben,
ohne die rechtlichen und finanziellen Folgen wirklich geprüft zu haben.

Denn emotional entspannte Trennungen können leider sehr schnell kippen. 🫯

27/05/2026

Kurze Erinnerung an alle Annettes, Heiners, Kezbans und Mahmouds da draußen: 😭

Umgang ist kein freiwilliger Gefallen.
Und Kinder sind keine emotionale Waffe nach der Trennung.

§ 1684 BGB sagt ziemlich klar:
Kinder haben ein Recht auf Umgang mit BEIDEN Elternteilen.

Heißt:,Heute passt leider doch nicht 🙂‘
…funktioniert rechtlich nicht dauerhaft.

Wenn Umgang dauerhaft vereitelt wird
oder ohne nachvollziehbare und triftige Gründe nicht über ein absolutes Minimum hinaus stattfindet:

➡️ konkrete Umgangszeiten schriftlich anbieten
➡️ Absagen dokumentieren
➡️ Chats sichern
➡️ sachlich bleiben
➡️ Jugendamt einschalten

Denn genau diese Dinge werden später wichtig.

Und wenn das Jugendamt nichts bewegt,
du seit Monaten hingehalten wirst
oder bereits eine Entfremdung droht:

Dann hol dir anwaltliche Hilfe.

Denn das Familiengericht kann Umgang konkret regeln —
mit festen Zeiten, Ferienregelungen und notfalls Ordnungsmitteln.

📍Und noch etwas ganz Wichtiges:
ALLES schriftlich.📍

Telefonate mit deinem Co-Parent bringen bei bereits hochstreitigen Konstellationen meistens nichts mehr. 🧨

Am Ende wird ohnehin fast alles bestritten.
Dann bist du froh,
wenn du Nachweise hast.

Wehr dich! Denn monatelanges Schweigen, Hoffen und Hinterherrennen lösen Umgangsprobleme meistens nicht.

26/05/2026

Das Trennungsjahr soll nicht nerven.
Es soll verhindern, dass Menschen mitten im emotionalen Ausnahmezustand vorschnell Entscheidungen treffen, die sie später bereuen.

Und nein:
„Wir streiten nur dauerhaft und schlafen seit 4 Monaten auf getrennten Sofas“ reicht juristisch oft nicht ganz so sauber aus wie viele denken. 😅

23/05/2026

Ja, das ist ein medizinischer Kompressions-BH nach einer notwendigen OP.
Und ja — mir ist ehrlich gesagt gerade komplett egal, wie das aussieht. 🤷🏼‍♀️

Was allerdings wirklich peinlich war:

Als Frau im Baumarkt ausgelacht, belächelt und dumm angeglotzt zu werden, nur weil man nach einer Gehrungssäge fragt.

Richtig tolles Gefühl übrigens. 👍🏼

Keine Sorge Hans-Jürgen:
Ich lache ja auch nicht laut über deinen Bierbauch, deinen Bildungshorizont von 1993 oder darüber, dass du bei Hautpflege wahrscheinlich gleichzeitig an Motoröl denkst.

Ich wollte einfach nur normales Fachwissen und eine vernünftige Beratung — keine schlechte Balzshow aus einem DMAX-Fiebertraum.

Du kannst als Frau problemlos Schriftsätze verfassen, Unternehmen gründen, ein Kind alleine großziehen, Prozesse führen und Immobilien finanzieren - aber wehe du fragst im Baumarkt nach fachlicher Beratung…. 👷🏻‍♂️🔨

20/05/2026

Ich: ‚Das Beste an der Selbständigkeit ist, dass man wirklich von überall aus arbeiten kann.‘

Das Universum:
‚Super. Dann testest du das jetzt bitte mit Zugang im Arm und Drainage im Krankenhausbett.‘ 🤡

16/05/2026

👩🏻‍🦰Monika.
Hedgefonds-Managerin mit Villa auf Mallorca, Hermès-Sammlung im Ankleidezimmer, Cartier-Uhr fürs Pilates, Champagner-Lunches in Saint-Tropez und Privatjet-Wochenenden auf St. Barth — aber im Zugewinnverfahren plötzlich angeblich kaum leistungsfähig. 👀⚖️

Oder Heiner.👨🏽‍🦳
G-Klasse AMG vor der Tür, Oldtimer-Sammlung in der Halle, Business-Class-Flüge nach Dubai und Dinner-Rechnungen, für die andere Menschen drei Monate Miete zahlen — aber beim Unterhalt plötzlich wirtschaftlich schwierige Phase. 😭

Das Problem:
Geld hinterlässt Spuren.
Familienrecht ist manchmal einfach professionelles Geldfinden.

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Mönchengladbach
41236

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Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
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