20/10/2026
Plötzlich Performance-Plan: Sollst du besser werden – oder gehen?
Im Gespräch mit HR heißt es: „Wir wollen dich unterstützen.“ Vor dir liegt ein Performance Improvement Plan, kurz PIP. Du sollst unterschreiben und innerhalb weniger Wochen neue Ziele erreichen.
Das kann eine faire Chance sein. Es kann aber auch darum gehen, Leistungsvorwürfe für eine spätere Trennung zu dokumentieren.
Stell dir vor: Du sollst mehr Umsatz erzielen. Gleichzeitig fehlen Mitarbeiter und wichtige Kunden wurden einem anderen Bereich zugeordnet. Dann reicht die Aufforderung „Streng dich mehr an“ als Erklärung nicht aus.
Bevor du vorschnell zustimmst, kläre:
→ Was wird dir konkret vorgeworfen?
→ Welche Ziele gelten und wie werden sie bewertet?
→ Welche Unterstützung bekommst du tatsächlich?
→ Was genau bestätigst du mit deiner Unterschrift?
Wichtig: Ein nicht erreichtes Ziel bedeutet nicht automatisch, dass dein Arbeitgeber wirksam kündigen darf. Umgekehrt kann es riskant sein, aus Ärger jede Mitarbeit zu verweigern. Rechtmäßige Arbeitsanweisungen bleiben grundsätzlich verbindlich.
Arbeite professionell weiter, halte konkrete Einwände fest und dokumentiere deine Fortschritte. Ob eine Stellungnahme oder weitere Schritte sinnvoll sind, hängt von deinem Fall ab.
Du hast einen PIP erhalten, dir wurde ein Aufhebungsvertrag angeboten oder dein Arbeitsplatz steht auf dem Spiel?
Buche ein kostenloses Erstgespräch unter https://www.marcelwack.de. Gemeinsam klären wir, was passiert ist, welches Ziel du verfolgst und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Direkt zum YouTube-Video:
https://youtu.be/dNgXFkuWllY
Dein Marcel Wack
Fachanwalt für Arbeitsrecht · Beratung bundesweit