15/10/2026
Zwei Schlagzeilen, eine Frage: Wo bleibt die Ausgewogenheit?
Die Kieler Nachrichten berichten, jeder Dritte finde seine Miete zu hoch. Was ebenfalls in der Umfrage steht: 64 Prozent der befragten Mieter halten ihre Miete für angemessen. Warum wird diese Mehrheit nicht ebenso deutlich herausgestellt?
Und warum werden Wohnungseigentümer in einem weiteren Beitrag als „Mitbesitzer“ bezeichnet, obwohl der sachlich etablierte Begriff „Miteigentümer“ lautet?
Natürlich müssen hohe Mieten, Missstände und Fehlentwicklungen kritisch beleuchtet werden. Aber guter Journalismus muss auch einordnen, differenzieren und unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen. Wer Zahlen einseitig gewichtet oder unnötig distanzierende Begriffe verwendet, beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung.
Private Vermieter sind nicht automatisch renditegetriebene Großinvestoren. Viele tragen als Eigentümer Verantwortung, finanzieren Instandhaltung und stellen Wohnraum bereit. Ihre Sicht gehört genauso in die öffentliche Debatte.
Unsere Forderung: keine Schonung, sondern Fairness. Keine Vorurteile, sondern Fakten. Keine Einseitigkeit, sondern ausgewogene Berichterstattung.
Denn eine sachliche Debatte über Wohnen braucht Respekt vor allen Beteiligten.