11/11/2014
Herbst-/Winterzeit ist Schimmelzeit! Wie beuge ich dem Ganzen vor und wie kann ich zugleich noch Energiekosten sparen?
Hier ein paar Tips, an die sich jeder halten sollte:
Richtig Lüften: Anleitung
Die Abführung von Luftfeuchtigkeit ist insbesondere wichtig, da zu hohe Luftfeuchtigkeit das Wachstum von Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen begünstigt, was wiederum Allergien hervorrufen kann. Hohe Luftfeuchtigkeit tritt vor allem in Küche und Bad auf, aber auch der Mensch transpiriert ungefähr 1,5 Liter Feuchtigkeit pro Tag in seine Umgebung. Luftqualität und Luftfeuchtigkeit sind für Menschen nur sehr begrenzt wahrnehmbar, sodass das richtige Lüften häufig zu kurz kommt. Luftqualitätsfühler und Luftfeuchtemesser („Hygrometer”) können aushelfen und ans Lüften erinnern. Nicht nötig sind Hilfsmittel hingegen bei der Temperatur: Empfindet man es als zu warm, wird meist schnell das Fenster aufgerissen, da ist kein Thermometer nötigt. Zusätzlich zu Luftqualität, Luftfeuchtigkeit und Wohlfühltemperatur gibt es noch einen rechtlichen Grund fürs richtge Lüften: Mieter sind in aller Regel verpflichtet, für eine angemessene Wohnungslüftung zu sorgen. Und die besten Anleitung für richtiges Lüften ist: Nicht Dauerlüften, sondern regelmäßig und ausreichend lang Stoßlüften.
Nicht Dauerlüften …
Also die Fenster so oft und lange wie möglich auflassen? So einfach ist es nicht. Wenn während der Heizperiode häufiger als nötig gelüftet wird, dann wird Energie verschwendet. Und nach Möglichkeit sollte nie durch das dauerhafte Kippen der Fenster gelüftet werden: Gekippte Fenster sorgen kaum für Luftaustausch, dafür wird ein Großteil der aufsteigenden Warmluft des Heizkörpers ungenutzt nach außen geführt. Außerdem kühlen beim Dauerlüften die Wände in Fensternähe aus, Luftfeuchtigkeit kann dort kondensieren und es kann zu Schimmelbildung kommen. Des Weiteren sollte man sich – auch im Sommer – vor andauernder Zugluft schützen, sonst drohen ein steifer Nacken und gereizte Schleimhäute.
… sondern Stoßlüften!
Wichtig ist also, die Fenster ganz aufzumachen, dabei grundsätzlich die Heizung zu drosseln und angemessen lange zu lüften. Was ist angemessen lange? Wir empfehlen, in den Monaten Dezember bis Februar ungefähr fünf Minuten zu lüften, im März und November zehn Minuten, im April und Oktober 15 Minuten, im Mai und September 20 Minuten und in den Monaten Juni, Juli und August sollte ungefähr 30 Minuten gelüftet werden. Leichter zu merken: Je wärmer es draußen ist, desto länger muss man lüften. Die Anzahl, wie oft das Fenster geöffnet werden soll, ändert sich aber nicht: Viermal täglich ist bei Anwesenheit das Minimum. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte wenigstens dreimal täglich für Durchzug sorgen („Querlüften”) und am Wochenende dann öfter lüften. Und wenn man Besuch hat oder gebadet, geduscht, gekocht hat oder Wäsche getrocknet wird, sollte entsprechend häufiger und länger gelüftet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt: Wurden energetische Modernisierungsmaßnahmen wie Dämmungen oder ein Fensteraustausch durchgeführt, muss länger gelüftet werden, da kein Luftaustausch mehr über undichte Stellen erfolgen kann. Und das ist auch gut so: Unkontrolliert über zugige Fenster, Türen und andere Baugruppen zu lüften, verschwendet Energie, erhöht die Schimmelgefahr beträchtlich und senkt die Behaglichkeit der Wohnräume.
(Quelle: http://www.klima-sucht-schutz.de/energie-sparen/heizenergie-sparen/lueften-lueftungsanlagen-fenster/richtig-lueften/)