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Innenminister weiter auf populistischem Irrweg unterwegsIm Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Sportministerkonferenz ...
18/03/2026

Innenminister weiter auf populistischem Irrweg unterwegs

Im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Sportministerkonferenz gehen die Innenminister weiter auf Konfrontationskurs gegenüber Fußballfans. Mithilfe gefühlter Wahrheiten, haltloser Behauptungen und Drohungen machen die Innenminister Herbert Reul (CDU) und Armin Schuster (CDU) öffentlich Stimmung. Der zuletzt versprochene Dialog mit Fans auf Augenhöhe fehlt weiterhin.

So hatte nicht nur der bisherige IMK-Vorsitzende Ulrich Mäurer (SPD) noch Anfang Dezember einen Dialog mit den Fans angekündigt, sondern auch Schuster selbst machte ein solches Angebot. Nichts dergleichen wurde jedoch eingehalten – weder der versprochene Dialog noch die nötige Transparenz bei der Erarbeitung nächster Schritte. Ganz zu schweigen von einer wirklichen Teilhabe von Fanvertretungen. Stattdessen präsentieren sich Reul und Schuster in der Öffentlichkeit weiterhin als unnachgiebige Hardliner. Behauptungen, dass jedes Wochenende Spiele wegen Pyro unterbrochen würden oder Menschen dadurch verletzt werden, entbehren jeglicher Grundlage. Auch die Aussage, jeden Samstag und Sonntag würde seitens der Fans in die ausgestreckte Hand geschlagen werden, irritiert in diesem Zusammenhang massiv. Gleichzeitig nehmen Repressionen gegen Fans immer weiter zu, ohne jede Selbstkritik der Polizei. Schon jetzt zählen wir 32 überzogene und gewalttätige Übergriffe von Einsatzkräften gegen Fans in dieser Saison und es sind noch rund ein Viertel der Spiele zu absolvieren.

Danny Graupner vom Dachverband der Fanhilfen e. V. zeigt sich daher ernüchtert vom bisherigen Prozess: „Anstatt sich an eigene Zusagen zu halten und den Worten auch Taten folgen zu lassen, stellen die Innenminister lieber Fans öffentlich an den Pranger. Sie verweigern sich dem Dialog und der versprochenen Transparenz. Erneut verspielt hier die Politik das Vertrauen von Fußballfans und damit von zahlreichen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern. Dieses Vorgehen ist schlicht beschämend! Die weiterhin auf dem Tisch liegenden realitätsfernen Vorschläge zu Verschärfungen, beispielsweise personalisierte Eintrittskarten und Gesichtsscanner an den Eingängen, müssen endlich zurückgenommen werden. Nur eine konstruktive und entlang der Fakten gemeinsam mit Fans geführte Debatte kann zu tragfähigen Lösungen führen.“

https://www.dachverband-fanhilfen.de/pressemitteilungen/innenminister-weiter-auf-populistischem-irrweg-unterwegs/?fbclid=IwY2xjawQnkjlleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEesOj4pBB2f0a9QSN5URLzTlLfwsJCD8ggQNjYHjBpguqrxk20t4bKQ42JbJU_aem_RIhqQ2wBaqMDIAfeboXQ1Q

Der Dachverband ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Fußball-Fanhilfen. Zweck des Vereins ist die Förderung von Interessen von Fußballfans sowie die Unterstützung bei der Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer bürgerlichen Rechte. Er ist eine unabhängige Fachorganisation auf Bundesebene u...

Auch die Sportschau hat das Thema aufgegriffen. Heimlich, still und leise wollen die Verbände die Stadionverbotsrichtlin...
02/03/2026

Auch die Sportschau hat das Thema aufgegriffen.

Heimlich, still und leise wollen die Verbände die Stadionverbotsrichtlinie verschärfen. Wie so oft, ohne die Fans und Vereine überhaupt mitzunehmen in der Planungen.

"Am Jahresende 2025 hatten die Innenminister von Bund und Ländern nach Fanprotesten und Verhandlungen mit Verbänden bei den geplanten Verschärfungen von Sicherheitsmaßnahmen öffentlich eingelenkt und Dialog versprochen. Fanvertreter fürchten nun, dass einige der diskutierten Änderungen jetzt doch kommen - vor allem bei den Stadionverboten."

Am Jahresende 2025 hatte die Innenpolitik nach Fanprotesten und Verhandlungen mit Verbänden bei den Verschärfungen von Sicherheitsmaßnahmen öffentlich eingelenkt und Dialog versprochen. Fanvertreter fürchten nun, dass einige Änderungen doch kommen - vor allem bei den Stadionverboten.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/neues-polizeigesetz-datenschutzbeauftragter-ist-in-sorge-und-warnt,polizeig...
27/02/2026

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/neues-polizeigesetz-datenschutzbeauftragter-ist-in-sorge-und-warnt,polizeigesetz-136.html

"Ich halte die Änderungen für einschneidend und wundere mich, dass es bisher keine sichtbaren Proteste gegen das neue Gesetz gibt", sagte Niedersachsens Beauftragter für den Datenschutz, Denis Lehmkemper, dem NDR. "Das uferlose Verschränken von Daten, die sonst nichts miteinander zu tun haben, ist aus meiner Sicht beunruhigend."

Das geplante Polizeigesetz könnte die Arbeit der niedersächsischen Polizei modernisieren: Intelligente Videoüberwachung und biometrische Datenabgleiche sollen kommen. Der Datenschutzbeauftragte ist in Sorge.

https://hannovereint.de/allgemein/2026/02/fans-vereine-gemeinsam-gegen-die-neuen-sv-richtlinien/Hallo Fußballfans,die Sp...
13/02/2026

https://hannovereint.de/allgemein/2026/02/fans-vereine-gemeinsam-gegen-die-neuen-sv-richtlinien/

Hallo Fußballfans,

die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben.

In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.

Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.

So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht auszuschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.

An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.

Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.

Fanszenen Deutschlands im Februar 2026

Allgemein, Fanpolitik Fans & Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien! 13. Februar 202613. Februar 2026 by Hallo Fußballfans, die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben. In ...

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen postete am vergangenen Montag einen Beitrag über die Geschehnisse während der...
02/02/2026

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen postete am vergangenen Montag einen Beitrag über die Geschehnisse während der Zweitligapartie zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden.

Untermalt wird diese einseitige Darstellung durch ein Bild, welches offensichtlich KI generiert ist und einen am Kopf blutenden Beamten zeigt. Die GdP nutzt so also Künstliche Intelligenz, um dramatische Fake-Bilder zu generieren, welche nicht der Realität entsprechen und ein klares Feindbild stigmatisieren sollen.

Besonders problematisch ist dabei außerdem, dass sich im Beitrag, außer der KI Kennzeichnung durch Instagram, keine Klarstellung der GdP findet, welche das Bild als durch KI erstellt kennzeichnet. Gefakte Bilder von verletzten Polizisten dienen nicht der Aufklärung oder sachlich, neutralen Berichterstattung. Sie emotionalisieren Inhalte, verzerren die Realität und beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung. All das mit einem klaren Ziel: das Feindbild Fußballfan weiter zu befeuern.

Die Fanhilfe Magdeburg hat in ihrem gestrigen Statement angekündigt, die Ereignisse rund um das Heimspiel aufzuarbeiten und sich zu gegebener Zeit auf Basis von überprüfbaren Fakten zu äußern. Eine voreilige Beurteilung, pauschale Schuldzuweisungen und die Instrumentalisierung für populistische Zwecke werden entschieden abgelehnt.

https://www.logout-polizei.com/post/ki-generierte-bilder-der-gdp-verzerren-sachverhalt?fbclid=IwY2xjawPtPlVleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeFIFs5HiOQAhV-0EgOB81pIZ6ADWu2u8LIkKKTmpnNKXwUe0qtLP5ejDot50_aem_uDD_VOiq_b8jxENxs4XDaA

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen postete am vergangenen Montag einen Beitrag über die Geschehnisse während der Zweitligapartie zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden.Untermalt wird diese einseitige Darstellung durch ein Bild, welches offensichtlich KI generiert ist und ei...

„Zur Klarstellung: In der Polizei Berlin werden keine Schmerzgriffe ausgebildet. Diesen Begriff gibt es als Fachbegriff ...
30/01/2026

„Zur Klarstellung: In der Polizei Berlin werden keine Schmerzgriffe ausgebildet. Diesen Begriff gibt es als Fachbegriff in keiner Weise“, sagte Slowik am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Es gebe keine Techniken bei der Polizei, deren Ziel es sei, Schmerzen zu erzeugen. Vielmehr gehe es darum, die Verletzungsgefahr für Betroffene und Beamte zu senken.

(Quelle: Tagesspiegel Stand: 04.09.2023, 15:02 Uhr)

So nahm die Präsidentin der Polizei Berlin Barbara Slowik im Innenausschuss Stellung zu den Vorwürfen.

Nun offenbart das Portal 'Frag den Staat' das genau das Gegenteil.

Die passenden Artikel nebst Auszügen aus den polizeilichen Schulungsunterlagen findet Ihr anbei.

https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/01/eine-anleitung-fur-schmerzgriffe/

https://www.tagesspiegel.de/berlin/es-gibt-keinen-schmerzgriff-berliner-polizeiprasidentin-wehrt-sich-gegen-vorwurfe-10413904.html

https://taz.de/Leak-bei-der-Berliner-Polizei/!6148676/

Berliner Polizeikräfte lernen, wie sie Demonstrierenden möglichst effektiv Schmerzen zufügen können. Das belegen bisher geheime Ausschnitte aus einem Handbuch.

Die Ereignisse rund um das Spiel von Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 markieren einen weiteren Tiefpunkt im Verhältnis...
27/01/2026

Die Ereignisse rund um das Spiel von Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 markieren einen weiteren Tiefpunkt im Verhältnis zwischen Fußballfans und Sicherheitsbehörden. Die uns vorliegenden Berichte über massive, unverhältnismäßige Polizeigewalt gegen Heim- und Gästefans sowie das Vorgehen im Nachgang – bis hin zu Einschüchterungen im Umfeld von Krankenhäusern – sind erschütternd und nicht hinnehmbar.

Besonders schwer wiegt dabei ein strukturelles Problem, das weit über dieses einzelne Spiel hinausweist: Beim Spiel in Berlin bestanden im Vorfeld Absprachen zwischen Verein, Fanvertretungen und Polizei, die im Rahmen der üblichen Sicherheitsbesprechungen getroffen wurden. Diese Vereinbarungen wurden von Seiten der Polizei am Spieltag nicht eingehalten. Noch gravierender ist, dass die Einsatzstrategie, die letztlich zur Eskalation führte, weder transparent kommuniziert, noch in den vorbereitenden Gesprächen thematisiert wurde. Stattdessen wurden am Spieltag Fakten geschaffen – ohne Einbindung der anderen Beteiligten.

Dazu sagt Linda Röttig, Vorstand im Dachverband der Fanhilfen: „Dieses Vorgehen untergräbt die Grundlage jeder vertrauensvollen Zusammenarbeit. Wenn polizeiliche Einsatzkonzepte in Sicherheitsrunden nicht offengelegt werden, Absprachen folgenlos bleiben und polizeiliches Handeln sich vollständig davon entkoppelt, verlieren Dialogformate ihren Sinn.

Vor diesem Hintergrund muss die zuletzt von der IMK und ihrer Bund-Länder offenen Arbeitsgruppe (BLOAG) propagierte Idee sogenannter ‚Stadionallianzen‘ kritisch hinterfragt werden. Die Ereignisse in Berlin zeigen exemplarisch, dass solche Allianzen wirkungslos bleiben, wenn die Polizei sich faktisch nicht an gemeinsam getroffene Absprachen gebunden fühlt und ohne Vorwarnung eskalierende Maßnahmen umsetzt. Vertrauen lässt sich nicht verordnen – es entsteht nur dort, wo Verlässlichkeit, Transparenz und Rechenschaftspflicht gegeben sind. Ebenfalls Teil der Pläne der IMK war ein durch die Polizei vorgegebenes Kommunikationkonzept. Konkret hieße dies, dass sich sowohl der Verein Hertha BSC, als auch das sozialpädagogische Fanprojekt Berlin im Nachgang nicht abweichend zu den Vorfällen öffentlich hätten äußern dürfen. Im konkreten Fall waren die jeweiligen Stellungnahmen jedoch sehr wertvoll, damit die Öffentlichkeit ein umfassendes Bild über die Vorfälle und deren Hintergründe erhält.

Dies ist mit Blick auf die öffentliche Nachbereitung des Einsatzes durch die Berliner Polizei selbst umso wichtiger, welche von Widersprüchen, Spekulationen und Relativierung der erlittenen Verletzungen geprägt ist. Eine ernsthafte Reflexion des eigenen Handelns oder ein Eingeständnis möglicher Fehler fehlt bislang vollständig. Dies verstärkt den Eindruck des institutionellen ‚Feindbildes Fan‘, das jede Deeskalation im Keim erstickt.

Wir fordern:

>eine unabhängige und transparente Aufarbeitung des Polizeieinsatzes, die lückenlose Einhaltung von Absprachen aus Sicherheitsbesprechungen,

>die Offenlegung polizeilicher Einsatzstrategien gegenüber Vereinen und Fanvertretungen,

>eine zeitnahe und transparente Veröffentlichung der Zahlen eingesetzter Beamter,

>sowie eine grundlegende Neubewertung von Dialogformaten, wenn diese von staatlicher Seite nicht ernsthaft gelebt werden.

Die Geschehnisse in Berlin dürfen kein weiterer Beleg dafür werden, dass Dialog nur auf dem Papier existiert, während in der Praxis Eskalation und Machtdemonstration dominieren. Wer Stadionallianzen will, muss sich auch an sie halten.“

https://www.dachverband-fanhilfen.de/pressemitteilungen/vertrauensbruch-statt-dialog-polizeiliches-handeln-beim-spiel-hertha-bsc-fc-schalke-04-stellt-sinn-von-stadionallianzen-infrage/

Anbei findet Ihr die aktuelle Stellungnahme der Fanhilfe Hertha BSC:Unverletzlichkeit der Wohnung nicht für Fußballfans?...
17/01/2026

Anbei findet Ihr die aktuelle Stellungnahme der Fanhilfe Hertha BSC:

Unverletzlichkeit der Wohnung nicht für Fußballfans?!

Am 14.01.2026 flogen zum wiederholten Mal in der jüngeren Vergangenheit die Türen bei einigen Herthafans auf. Erneut ging es hierbei strafrechtlich um Lappalien. Diese Hausdurchsuchungen reihen sich in die zunehmend repressivere Arbeit der Berliner Polizei ein und können daher nicht losgelöst von dieser betrachtet werden. Diesmal wurden jedoch rechtsstaatliche Grenzen derart überschritten, dass selbst wir als Fanhilfe überrascht sind. Grund genug für uns, die Maßnahme als das zu benennen, was sie war – nämlich schlicht eklatant rechtswidrig und menschenunwürdig.

So wurde der Mehrheit der Betroffenen der Durchsuchungsbeschluss erst nach Betreten der Wohnung und teilweise erst nach Drängen der Betroffenen selbst vorgelegt. Die freiwillige Mitwirkung der Betroffenen wurde ignoriert, das Angebot, die gesuchten Gegenstände herauszugeben, um somit den Durchsuchungsbeschluss zu erfüllen, wurde ausgeschlagen.

Zimmer von Familienangehörigen wurden ohne entsprechende rechtliche Grundlage ebenfalls durchsucht. Der Vater eines Betroffenen musste sich gar mit erhobenen Händen an die Wand stellen, obwohl er zu keinem Zeitpunkt offiziell Betroffener der Maßnahme war. Die Mutter eines Betroffenen wurde beim gewaltsamen Stürmen der Wohnung – selbstredend ohne vorheriges Abwarten des selbstständigen Öffnens – körperlich angegangen.

Da die Durchsuchungen um 6 Uhr morgens stattfanden, waren zwei Betroffene beim Eintreffen der Beamten noch unbekleidet. Hierauf reagierten diese nicht etwa durch die Wiederherstellung der Privatsphäre, vielmehr wurde das Ankleiden der Personen sogar verweigert und erst nach mehrfachem Insistieren gestattet. Während der Durchsuchung waren die Beamten teilweise durchgängig vermummt und bewaffnet – ein Beamter gar mit einer Maschinenpistole.

Auch bei den beschlagnahmten Sachen ging es den Beamten nicht um Aufklärung oder Strafverfolgung. Vielmehr stand offensichtlich die Demütigung und das Zermürben der Betroffenen im Vordergrund. Anders ist es nicht zu erklären, dass einem Betroffenen seine Uhr – ohne dies im Protokoll zu vermerken – einem anderen sein fürs Studium benötigte Tablet während der Klausurenphase und bei einer weiteren Person wurden wiederum die Klamotten seiner Fangruppe beschlagnahmt. Darüber hinaus wurden von nicht beschlagnahmten persönlichen Gegenständen bis hin zu Passwörtern Fotos angefertigt.

Mehreren Betroffenen wurde der Zugang zu anwaltlicher Vertretung verweigert oder zumindest erschwert. Einer Person wurde das Telefonieren mit dem Rechtsbeistand lediglich nur über Lautsprecher und unter Mithören erlaubt. Einem Anderen wurde versucht, die eigene Anwaltswahl auszureden. Nach Abschluss der Maßnahme wurden die Wohnungen verwüstet hinterlassen, teilweise wurden gar die Lebensmittel von den eingesetzten Beamten durchsucht und entsprechende Unordnung geschaffen.

Eine Hausdurchsuchung ist immer ein tiefer Eingriff in die Grundrechte von Betroffenen, insbesondere in das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 GG. Daher ist eine Durchsuchung der Wohnräume nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Zwar gibt es rechtlich keine Vorschriften dahingehend, hinsichtlich welcher Straftatbestände eine solche Maßnahme angemessen erscheint – in der Praxis wird sie jedoch häufig bezüglich eines der folgenden Delikte durchgeführt: Mord, Totschlag, Diebstahl, Hehlerei, Steuerhinterziehung, Kinderpornographie und Drogenhandel.

In den geschilderten Fällen ging es jedoch um Sachbeschädigung durch Graffiti an zwei Zügen und einen vermeintlichen Schaden von insgesamt 1.000,00 €. Die Betroffenen waren dabei mehrheitlich jünger als 21 Jahre, einer gar minderjährig. Weder die vorgeworfene Tat an sich noch die Straferwartung im Falle einer Verurteilung wäre daher auch nur ansatzweise vergleichbar zu den oben erwähnten Straftatbeständen.

Die Berliner Polizei hat mit diesem Vorgehen erneut und diesmal besonders eklatant den Boden des rechtsstaatlichen Handelns verlassen. Wir sind schockiert und empört darüber, uns einer Polizei gegenüber zu sehen, die zunehmend immer weniger Interesse an rechtmäßiger Arbeit, sondern schlicht an purer Provokation und Eskalation hat. Für uns ist klar, dass wir dies nicht stillschweigend akzeptieren, sondern vielmehr alle uns möglichen Wege ausschöpfen werden, um diesem rechtswidrigen Verhalten einen Riegel vorzuschieben.

https://www.fanhilfe-herthabsc.de/2026/01/17/unverletzlichkeit-der-wohnung-nicht-fuer-fussballfans/?fbclid=IwY2xjawPYaUVleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEegmRqVoZ8Hfb9U4pZhDWC-OMyI4khTVeApCHt7W61mI1MPVPuTiR6Kr7L0b8_aem_9ivkns3IxvEOqP0b2IdQBA

Unverletzlichkeit der Wohnung nicht für Fußballfans?! Am 14.01.2026 flogen zum wiederholten Mal in der jüngeren Vergangenheit die Türen bei einigen Herthafans auf. Erneut ging es hierbei strafrechtlich um Lappalien. Diese Hausdurchsuchungen reihen sich in die zunehmend repressivere Arbeit der Be...

15/12/2025

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