Kanzlei Löffler

Kanzlei Löffler Notar · Familienrecht · Erbrecht · Mediation

02/09/2026

Die Erbschaftsteuer wird gelegentlich provokant als „Dummensteuer“ bezeichnet.

Diese Bezeichnung ist rechtlich natürlich kein Fachbegriff. Sie beschreibt jedoch einen wichtigen Gedanken: Wer sich frühzeitig mit der Vermögensnachfolge beschäftigt, besitzt häufig mehr Gestaltungsmöglichkeiten als jemand, der erst im Erbfall tätig wird.

Kinder können gegenüber jedem Elternteil einen persönlichen Freibetrag von 400.000 Euro nutzen. Mehrere Schenkungen derselben Person werden innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren zusammengerechnet. Nach Ablauf dieses Zeitraums kann der Freibetrag grundsätzlich erneut zur Verfügung stehen.

Gerade bei umfangreichem Immobilienvermögen kann es daher sinnvoll sein, nicht das gesamte Vermögen in einem einzigen Schritt zu übertragen.
Eine frühzeitige Planung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass keine Steuer anfällt.

Zu berücksichtigen sind unter anderem der Wert des Vermögens, frühere Schenkungen, bestehende Belastungen und die familiäre Situation.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wer das Vermögen erhalten soll, sondern auch, in welchen Schritten die Übertragung erfolgen kann.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

29/08/2026

Ab einem bestimmten Gewinn ist eine GmbH automatisch steuerlich günstiger.

Diese Aussage lässt sich so pauschal nicht treffen.
Häufig wird lediglich der Körperschaftsteuersatz betrachtet. Zur tatsächlichen Belastung einer GmbH können jedoch auch der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer gehören. Wird der verbleibende Gewinn anschließend an den Gesellschafter ausgeschüttet, muss zusätzlich die Besteuerung auf Ebene des Gesellschafters berücksichtigt werden.

Beim Einzelunternehmer wird der Gewinn grundsätzlich persönlich versteuert. Dabei können unter anderem das weitere Einkommen, der persönliche Steuersatz, die Gewerbesteuer und deren mögliche Anrechnung eine Rolle spielen.
Besonders wichtig ist deshalb die Frage, was mit dem erwirtschafteten Gewinn passieren soll.

Bleibt ein größerer Teil im Unternehmen und wird reinvestiert, kann die GmbH steuerlich interessant sein. Wird der Gewinn dagegen regelmäßig vollständig privat benötigt, kann die Rechnung anders aussehen.

Ein pauschaler Gewinnbetrag reicht für die Entscheidung daher nicht aus.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

26/08/2026

Kann die GmbH dabei helfen, größere Auftraggeber zu gewinnen?

Die Rechtsform allein entscheidet nicht darüber, ob ein Unternehmen einen Auftrag erhält. Trotzdem kann sie die Wahrnehmung eines potenziellen Geschäftspartners beeinflussen.

Manche größere Auftraggeber verbinden eine Kapitalgesellschaft mit klareren Entscheidungsstrukturen, einer langfristigen Ausrichtung und einer professionellen Organisation.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Einzelunternehmer automatisch weniger professionell arbeitet. Entscheidend bleiben die Qualität der Leistung, die Zuverlässigkeit, vorhandene Referenzen und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.

Wer bereits bei der Gründung weiß, dass das Unternehmen stark wachsen, Mitarbeiter beschäftigen oder vor allem mit größeren Geschäftspartnern arbeiten soll, kann die GmbH von Anfang an in die Planung einbeziehen.

Ein Unternehmen kann aber auch zunächst als Einzelunternehmen starten und später in eine GmbH überführt werden. Dabei sind gesellschaftsrechtliche und steuerliche Folgen frühzeitig zu prüfen.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

22/08/2026

Bei der Wahl der Rechtsform werden häufig zuerst Steuersätze und Haftungsfragen miteinander verglichen.

Gerade für Gründer sind jedoch auch die laufenden Kosten entscheidend.

Bei einem kleineren Einzelunternehmen kann die Gewinnermittlung unter bestimmten Voraussetzungen vergleichsweise einfach erfolgen. Eine GmbH ist dagegen als Kapitalgesellschaft zur Buchführung und zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet.

Dadurch entstehen regelmäßig ein höherer organisatorischer Aufwand und zusätzliche Kosten für die laufende Betreuung.
Das bedeutet nicht, dass ein Einzelunternehmen immer günstiger oder eine GmbH grundsätzlich zu teuer ist.

Mit zunehmender Größe des Unternehmens wird auch ein Einzelunternehmer häufig professionelle Unterstützung für Buchführung, Steuererklärungen und betriebswirtschaftliche Auswertungen benötigen.

Entscheidend ist deshalb nicht nur, welche Rechtsform heute am günstigsten erscheint. Geprüft werden sollte auch, welche Strukturen das Unternehmen in den kommenden Jahren benötigt.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

19/08/2026

„Wer im Business wirklich vorankommen möchte, braucht eine GmbH.“

Diese Empfehlung hören viele Gründer. Trotzdem ist die GmbH nicht für jedes Unternehmen automatisch die beste Rechtsform.

Entscheidend ist zunächst, wie das Geschäftsmodell aufgebaut ist. Dabei spielen unter anderem das wirtschaftliche Risiko, die erwartete Gewinnentwicklung, die geplante Verwendung der Gewinne und mögliche zukünftige Geschäftspartner eine Rolle.

Eine GmbH kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn größere Haftungsrisiken bestehen, Gewinne länger im Unternehmen bleiben oder frühzeitig klare gesellschaftsrechtliche Strukturen geschaffen werden sollen.

Gerade in der Anfangsphase können den Vorteilen jedoch höhere Gründungs- und Verwaltungskosten sowie zusätzliche laufende Pflichten gegenüberstehen.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein auf Grundlage der vermeintlich besseren Außenwirkung oder eines einzelnen Steuersatzes getroffen werden.
Allgemeine rechtliche und steuerliche Information.

Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

15/08/2026

Gehört eine Immobilie einer GmbH, bestehen grundsätzlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten für einen Verkauf.

Entweder verkauft die Gesellschaft die Immobilie selbst oder die Gesellschafter übertragen ihre Geschäftsanteile an der GmbH.

Bei einem solchen Anteilskauf bleibt die Immobilie im Eigentum der Gesellschaft. Verändert wird stattdessen die Beteiligung an der Gesellschaft.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Vorgang automatisch von der Grunderwerbsteuer befreit ist. Auch unmittelbare oder mittelbare Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse können steuerlich relevant sein.

Wie ein Verkauf sinnvoll gestaltet werden kann, hängt von der Immobilie, der Gesellschaftsstruktur und den beteiligten Personen ab. Die steuerlichen Folgen sollten deshalb geprüft werden, bevor der Kaufvertrag abschließend gestaltet wird.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

12/08/2026

„Besitzt oder besaß die Gesellschaft Grundbesitz?“

Diese Frage wird beim notariellen Verkauf von GmbH-Geschäftsanteilen nicht ohne Grund gestellt.

Hält die Gesellschaft inländische Immobilien, kann die Übertragung ihrer Anteile einen grunderwerbsteuerlich relevanten Vorgang darstellen. Für entsprechende Vorgänge können außerdem gesetzliche Anzeigepflichten gegenüber dem Finanzamt bestehen.

Relevant ist nicht immer nur der Grundbesitz am Tag des Verkaufs. Wurden Immobilien zuvor im Rahmen einer steuerlich begünstigten Umstrukturierung übertragen, können weiterhin Fristen und Beteiligungsvoraussetzungen zu beachten sein.

Vor der Beurkundung sollte daher geklärt werden, welche Immobilien die Gesellschaft aktuell hält, welche Veränderungen bereits stattgefunden haben und ob frühere Gestaltungen noch steuerlich nachwirken.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

10/08/2026

Eine neue Holding, ein Anteilstransfer oder die Veränderung einer Beteiligungskette wirkt zunächst wie eine rein gesellschaftsrechtliche Neuordnung.

Hält eine Gesellschaft jedoch Grundbesitz, kann die Veränderung auch grunderwerbsteuerliche Folgen haben. Das gilt unter Umständen selbst dann, wenn die Immobilie weder verkauft noch auf eine andere Gesellschaft übertragen wird.

Ob tatsächlich Grunderwerbsteuer entsteht oder eine gesetzliche Begünstigung greift, hängt von der konkreten Beteiligungs- und Gesellschaftsstruktur ab.

Deshalb sollten die steuerlichen Folgen geprüft werden, bevor Gesellschaftsanteile übertragen oder bestehende Strukturen verändert werden.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Information. Eine Beratung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

07/08/2026

Ist eine GmbH ab einem bestimmten Gewinn automatisch steuerlich günstiger?

So pauschal lässt sich das nicht sagen.

Häufig wird bei diesem Vergleich nur die Körperschaftsteuer betrachtet. Zur Gesamtbelastung einer GmbH können jedoch auch Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gehören. Wird der verbleibende Gewinn anschließend an die Gesellschafter ausgeschüttet, ist zusätzlich die Besteuerung auf privater Ebene zu berücksichtigen.

Beim Einzelunternehmen unterliegt der Gewinn grundsätzlich der persönlichen Einkommensteuer. Dabei spielen unter anderem das weitere Einkommen, der individuelle Steuersatz, die Gewerbesteuer und deren mögliche Anrechnung eine Rolle.

Entscheidend ist daher auch, was mit dem erwirtschafteten Gewinn geschehen soll:

Bleibt ein größerer Teil im Unternehmen und wird reinvestiert, kann eine GmbH steuerlich interessant sein. Wird der Gewinn dagegen regelmäßig vollständig privat benötigt, kann die Rechnung anders aussehen.

Eine pauschale Gewinnschwelle reicht für die Entscheidung deshalb nicht aus. Entscheidend ist immer die individuelle Gesamtsituation.

Allgemeine rechtliche und steuerliche Informationen. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.

Adresse

Volgersweg 26
Hanover
30175

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Kanzlei Löffler erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen