26/11/2025
Vier Häuser mitten in der Hagener City wurden für unbewohnbar erklärt. Nicht, weil sie so heruntergekommen sind, sondern weil der Vermieter mit den eingenommenen Mieten nicht die Rechnung des Versorgers bezahlt hat. Die Mark-E stellte daraufhin die Versorgung mit Wasser, Gas und Allgemeinstrom ein. Die Stadt Hagen hat eine Instandssetzungsanordnung ausgesprochen und sowie Bußgelder vom Vermieter gefordert. Doch der Vermieter, die Situs VI, ist auch für die Stadt nicht erreichbar. Letztlich wurde die Unbewohnbarkeit ausgesprochen.
Eine Einigung mit der Mark-E als Versorger konnte nicht erreicht werden. Der Versuch eines Hauses, eine Mieternotgemeinschaft zu gründen, scheiterte, denn der Versorger konnte mit dem gesammelten Geld, so die eigene Aussage, nicht einmal die laufenden Kosten decken. Das Problem: Drei Häuser hängen an einer Versorgungsleitung. Also hätten Mieter von drei Häusern eine Notgemeinschaft bilden müssen. Ein schwieriges Unterfangen, denn auch die gewerblichen Mieter zogen nicht mit.
Dass es in anderen Kommunen anders geht, zeigt das Beispiel Dortmund. Hier ist die Verständigung geglückt. Die Stadt hat den Mietern sogar direkt nach der Kenntnis der Versorgungssperre geraten, zum Mieterverein zu gehen.
Der hat in der Servicezeit am Dienstag, 25. November 2025, über den Fall berichtet. Stefan Wintersohle vom Mieterverein Hagen und Markus Roeser vom Mieterverein Dortmund und Umgebung haben sich in dem Beitrag geäußert. Zu finden ist die Sendung in der Mediathek des WDR.