Kanzlei Tatiana Gessel-Blehm

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03/07/2026

**Gewaltschutz im Umbruch – wichtige gesetzliche Änderungen im Familienrecht**

Der Schutz vor häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt steht derzeit stärker denn je im Fokus des Gesetzgebers. Neben dem bereits überwiegend in Kraft getretenen Gewalthilfegesetz, das der weiteren Umsetzung der Istanbul-Konvention dient, befinden sich zahlreiche weitere Gesetzesvorhaben auf dem Weg.

Ziel dieser Reformen ist es,
✔️ den zivilrechtlichen Gewaltschutz zu stärken,
✔️ Hochrisikofälle besser zu erkennen und zu bewältigen,
✔️ die Rechte von Gewaltopfern auszubauen und
✔️ Kinder in familiengerichtlichen Verfahren noch besser zu schützen.

Zu den wichtigsten aktuellen Vorhaben gehören unter anderem:
🔹 die Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung und einer verpflichtenden Täterarbeit im Gewaltschutzgesetz,
🔹 die Modernisierung des Kindschaftsrechts,
🔹 Maßnahmen für einen effektiveren Gewaltschutz in Hochrisikofällen,
🔹 die Verbesserung des Schutzes von Opfern häuslicher Gewalt sowie eine stärkere Stellung des Kindes im familiengerichtlichen Verfahren,
🔹 die Stärkung der psychosozialen Prozessbegleitung für Opfer schwerer Gewalt- und Sexualstraftaten sowie
🔹 eine effektivere strafrechtliche Verfolgung von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung.

Gerade im Familienrecht können diese Änderungen erhebliche Auswirkungen auf Schutzanordnungen, Sorge- und Umgangsverfahren sowie die Rechte von Betroffenen haben. Ich werde die weitere Entwicklung der Gesetzgebung aufmerksam beobachten und über wichtige Neuerungen informieren.

Denn wirksamer Gewaltschutz bedeutet nicht nur Sicherheit – sondern auch die konsequente Wahrung der Rechte von Betroffenen und ihren Kindern.

Trennung – was nun?Plötzlich ist alles anders. Gedanken kreisen, Emotionen fahren Achterbahn – und gleichzeitig stehen w...
08/04/2026

Trennung – was nun?

Plötzlich ist alles anders. Gedanken kreisen, Emotionen fahren Achterbahn – und gleichzeitig stehen wichtige Entscheidungen an. Zwei Menschen, die über Jahre hinweg ihre persönlichen Angelegenheiten miteinander verflochten haben, müssen dies nun wieder entzerren.

Was viele vergessen, ist: Auch die Entflechtung braucht seine Zeit.

Gerade jetzt hilft ein klarer Blick auf die nächsten Schritte:

1. Ruhe bewahren – nichts überstürzen
Auch wenn der Druck groß ist: Triff keine vorschnellen Vereinbarungen.

2. Finanzen klären
Wer zahlt was? Gibt es Unterhaltsansprüche? Wer bleibt in der Wohnung? Erste Übersicht schafft Sicherheit.

3. Wichtige Unterlagen sichern
Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Versicherungen – alles, was später relevant sein könnte.

4. An Kinder denken
Wie wird Betreuung organisiert? Was ist jetzt das Beste für sie?

5. Rechtzeitig beraten lassen
Ein frühes Gespräch mit einem Anwalt kann dir helfen, Fehler zu vermeiden und deine Rechte zu kennen.

Eine Trennung ist ein Einschnitt – aber auch ein Neuanfang.

💡 Du musst nicht alles sofort lösen. Aber du solltest die richtigen Schritte kennen.

31/03/2026

Wenn Eltern sich trennen, gerät oft das aus dem Blick, was am wichtigsten ist: die Kinder.

In emotional aufgeladenen Situationen ist es verständlich, dass Gespräche eskalieren oder Einigungen schwerfallen. Doch gerade dann brauchen Kinder Halt, Verlässlichkeit und klare Strukturen. Feste Regelungen geben ihnen Sicherheit in einer Zeit, die für sie von Unsicherheit geprägt ist.

Als Rechtsanwältin für Familienrecht erlebe ich immer wieder, dass Kinder „auf der Strecke bleiben“, obwohl beide Eltern nur das Beste wollen. Deshalb ist es entscheidend, frühzeitig einen klaren, durchdachten Weg zu entwickeln – mit dem Fokus auf das Kindeswohl.

Eine frühzeitige anwaltliche Beratung kann helfen, Konflikte zu ordnen, Emotionen zu sortieren und eine tragfähige Strategie zu erarbeiten. Eine Strategie, die nicht von Streit geprägt ist, sondern davon, die Bedürfnisse der Kinder wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

Denn am Ende geht es nicht darum, wer „gewinnt“ – sondern darum, dass Kinder stabil, sicher und gut begleitet durch diese Veränderung kommen.

24/03/2026

Als erfahrene Familienrechtlerin weiß ich, dass nach einer Trennung viele Dinge neu zu sortieren sind – Emotionen, Alltag, Zukunftspläne.

Ein Thema wird dabei oft unterschätzt: der Unterhalt.

Viele einigen sich mündlich auf einen Betrag. Das ist ein guter erster Schritt – aber nicht genug.

👉 Wichtig ist: Lasst den Unterhalt titulieren!

Warum?

Ein sogenannter „Unterhaltstitel“ sorgt dafür, dass der Anspruch rechtlich abgesichert ist. Das bedeutet:

✔️ Der vereinbarte Betrag ist verbindlich
✔️ Im Zweifel kann schneller vollstreckt werden
✔️ Es gibt mehr Sicherheit für denjenigen, der auf den Unterhalt angewiesen ist

Ohne Titel kann es im Ernstfall kompliziert und langwierig werden, wenn Zahlungen ausbleiben.

Ein Titel ist kein Zeichen von Misstrauen – sondern von Weitsicht und Verantwortung.

Gerade wenn Kinder betroffen sind, sollte finanzielle Sicherheit keine Grauzone sein.

💡 Tipp: Ein Unterhaltstitel kann z. B. beim Jugendamt (kostenlos) oder über einen Notar erstellt werden. Eine rechtliche Beratung über die Möglichkeiten einer Titulierung und der damit verbundenen Kosten ist eine gute Investition in eine abgesicherte Zukunft.

Zu meinen Mandanten sage ich oft: "Das Leben lebt." Umstände verändern sich. Dieses sollte auch bei vorliegender Einigkeit beachtet werden.

Sprecht darüber. Klärt es sauber. Sichert euch ab.

📢 Achtung: Neue Unterhaltsbeträge seit 01.01.2026 – jetzt prüfen und handeln!Seit dem 1. Januar 2026 gilt die neue Düsse...
18/03/2026

📢 Achtung: Neue Unterhaltsbeträge seit 01.01.2026 – jetzt prüfen und handeln!

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die neue Düsseldorfer Tabelle – und damit auch höhere Unterhaltsbeträge für Kinder. Viele Zahlbeträge wurden (wenn auch nur leicht) angepasst.

Trotzdem zeigt die Praxis: In zahlreichen Fällen wurden die Unterhaltszahlungen bis heute nicht aktualisiert.

👉 Beispiel (Mindestunterhalt, 1. Einkommensgruppe):

- 0–5 Jahre: 486€
- 6–11 Jahre: 558€
- 12–17 Jahre: 653€
- ab 18 Jahre: 698€

https://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_Tabelle/Tabelle-2026/index.php

Auch wenn die Erhöhung mit wenigen Euro pro Monat eher gering ausfällt, gilt:
"Der Anspruch besteht – und er sollte auch durchgesetzt werden." Denn die neuen Werte sind seit dem 01.01.2026 verbindliche Richtlinie zur Berechnung des Kindesunterhalts.

⚠️ Wichtiger Hinweis für betreuende Elternteile:
Viele Unterhaltszahlungen laufen noch auf Basis der alten Tabelle. Das bedeutet: "Ihrem Kind entgeht unter Umständen Geld – jeden einzelnen Monat."

💡 Jetzt aktiv werden:

✔ Prüfen Sie die aktuelle Höhe des Unterhalts
✔ Vergleichen Sie mit der Düsseldorfer Tabelle 2026
✔ Fordern Sie eine Anpassung ein (ggf. schriftlich)
✔ Lassen Sie sich bei Bedarf rechtlich beraten

❗ Warten Sie nicht länger. Unterhalt wird nicht automatisch angepasst – Sie müssen aktiv werden.

Auch titulierter rückständiger Kindesunterhalt kann in der Regel lediglich für die vergangenen 12 Monate nachgefordert werden!

👉 Teilen Sie diesen Beitrag, damit möglichst viele Betroffene informiert sind!

Informationen finden Sie auch unter:

https://www.familienportal.nrw/de

Informationen, Leistungen und Angebote für (werdende) Familien in Nordrhein-Westfalen – zentral gebündelt und leicht verständlich.

Adresse

Bahnhofstraße 15
Hörstel
48477

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 13:00
Dienstag 08:30 - 13:00
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Donnerstag 08:30 - 13:00
Freitag 08:30 - 13:00

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