Kanzlei Wintzer Rechtsanwälte & Steuerberater

Kanzlei Wintzer Rechtsanwälte & Steuerberater Deutsch | Englisch | Russisch Sitz der Kanzlei Wintzer Rechtsanwälte & Steuerberater ist Gotha. Termine sind in Gotha, telefonisch oder online möglich.

Kanzlei Wintzer Rechtsanwälte & Steuerberater in Gotha: RAin Katrin Wintzer (Fachanwältin für Familien- & Sozialrecht), RAin Ksenia Semakin (Arbeitsrecht) und StB Erik Wintzer beraten Sie persönlich, kompetent & mehrsprachig. Rechtsanwältin Katrin Wintzer ist Fachanwältin für Familienrecht und Sozialrecht. Sie berät bei Trennung, Scheidung, Unterhalt, Sorge- und Umgangsrecht sowie gegenüber Renten

versicherung, Kranken- und Pflegekassen. Rechtsanwältin Ksenia Semakin bearbeitet Arbeitsrecht, insbesondere Kündigungen, Aufhebungsverträge, Arbeitszeugnisse und Lohnansprüche. Steuerberater Erik Wintzer betreut Einspruchs- und Klageverfahren gegen Steuerbescheide, Betriebsprüfungen sowie Erbschaft- und Schenkungsteuer. Weitere Tätigkeitsgebiete sind Erbrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht und Strafrecht. Beratung auf Deutsch, Englisch und Russisch.

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17/08/2026

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GdB bei Fibromyalgie: Wann ist ein GdB von 50 möglich?Fibromyalgie kann den Alltag massiv beeinträchtigen: Schmerzen an ...
15/08/2026

GdB bei Fibromyalgie: Wann ist ein GdB von 50 möglich?

Fibromyalgie kann den Alltag massiv beeinträchtigen: Schmerzen an vielen Körperstellen, Schlafstörungen, schnelle Erschöpfung und Konzentrationsprobleme treten häufig gleichzeitig auf. Trotzdem gibt es für die Diagnose Fibromyalgie keinen festen GdB.

Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze nennen Fibromyalgie ausdrücklich. Bewertet wird im Einzelfall danach, welche funktionellen Auswirkungen tatsächlich bestehen.

Für einen GdB von 50 reicht deshalb nicht allein aus, dass die Erkrankung seit Jahren besteht oder starke Schmerzen angegeben werden. Entscheidend ist, wie sehr die Teilhabe dauerhaft eingeschränkt ist.

Kann die betroffene Person nur kurze Strecken gehen oder stehen? Müssen Tätigkeiten im Haushalt regelmäßig unterbrochen werden? Ist nach geringen Belastungen eine längere Erholung notwendig? Bestehen erhebliche Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder psychische Begleiterkrankungen? Wie stark sind soziale Aktivitäten und die selbstständige Gestaltung des Alltags eingeschränkt?

Gerade bei Fibromyalgie ist es wichtig, dass ärztliche Unterlagen nicht nur die Diagnose und die Schmerzintensität wiedergeben. Sie sollten möglichst konkret beschreiben, welche Belastungen nicht mehr möglich sind und wie sich die Erkrankung über einen längeren Zeitraum auf den Alltag auswirkt.

Bestehen zusätzlich Depressionen, Angststörungen, Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankungen, müssen auch diese berücksichtigt werden. Die einzelnen GdB-Werte werden allerdings nicht einfach zusammengerechnet.

Wurde bei ausgeprägter Fibromyalgie nur ein GdB von 20, 30 oder 40 festgestellt, kann eine Prüfung des Bescheids sinnvoll sein. Gegen den Bescheid kann regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im GdB-Verfahren.

Gartenstraße 52, 99867 Gotha
03621 8293834
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GdB bei Migräne: Wann ist ein GdB von 50 möglich?Migräne ist nicht gleich Migräne. Wer ein- oder zweimal im Monat Kopfsc...
15/08/2026

GdB bei Migräne: Wann ist ein GdB von 50 möglich?

Migräne ist nicht gleich Migräne. Wer ein- oder zweimal im Monat Kopfschmerzen hat, wird anders bewertet als jemand, der regelmäßig mehrere Tage vollständig ausfällt und zwischen den Attacken kaum beschwerdefreie Zeit hat.

Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze unterscheiden deshalb nach Häufigkeit, Dauer und Stärke der Migräneanfälle.

Bei einer leichten Verlaufsform mit durchschnittlich etwa einem Anfall im Monat liegt der Bewertungsrahmen bei GdB 0 bis 10. Treten die Anfälle häufiger auf und halten jeweils einen oder mehrere Tage an, kommt bei einer mittelgradigen Migräne ein GdB von 20 bis 40 in Betracht.

Ein GdB von 50 bis 60 ist bei einer schweren Verlaufsform möglich. Gemeint sind lang andauernde Migräneanfälle mit stark ausgeprägten Begleiterscheinungen und nur wenigen Tagen Pause zwischen den Attacken.

Für einen GdB-Antrag ist deshalb nicht nur die Diagnose wichtig. Entscheidend ist, wie die Migräne tatsächlich verläuft. Wie viele Migränetage gibt es im Monat? Wie lange dauern die Attacken? Treten Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit, Aura oder neurologische Symptome auf? Muss sich die betroffene Person vollständig zurückziehen und im abgedunkelten Raum liegen?

Ein Kopfschmerz- oder Migränetagebuch kann helfen, Häufigkeit und Dauer nachvollziehbar zu dokumentieren. Auch neurologische Befunde und die bisherige Behandlung sollten vollständig vorliegen.

Wurde bei einer schweren oder chronischen Migräne nur ein niedriger GdB festgestellt, sollte geprüft werden, ob der tatsächliche Verlauf ausreichend berücksichtigt wurde. Gegen den Bescheid kann regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im GdB-Verfahren.

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GdB bei Burnout: Kann ein Burnout zu einer Schwerbehinderung führen?„Burnout“ steht häufig auf Arztbriefen oder wird im ...
15/08/2026

GdB bei Burnout: Kann ein Burnout zu einer Schwerbehinderung führen?

„Burnout“ steht häufig auf Arztbriefen oder wird im Gespräch mit Betroffenen verwendet. Für die Feststellung des Grades der Behinderung ist dieser Begriff allein aber nicht entscheidend.

Burnout wird in der ICD-11 als berufsbezogenes Phänomen und nicht als eigenständige Krankheit eingeordnet. Für den GdB kommt es deshalb darauf an, welche gesundheitlichen Störungen tatsächlich bestehen und wie stark sie das Leben dauerhaft beeinträchtigen.

Hinter einem Burnout können zum Beispiel eine Depression, eine Angststörung oder andere psychische Erkrankungen stehen. Dann wird nicht danach bewertet, wie belastend die Arbeit war, sondern wie sehr die psychische Erkrankung die Teilhabe einschränkt.

Bei der GdB-Bewertung können etwa ein ausgeprägter sozialer Rückzug, erhebliche Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Angstzustände oder Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags eine Rolle spielen. Entscheidend ist, wie schwer und dauerhaft diese Einschränkungen sind.

Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze sehen für stärker behindernde psychische Störungen einen GdB von 30 bis 40 vor. Bei schweren Störungen mit mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten kommt ein GdB von 50 bis 70 in Betracht.

Wer nach längerer Burnout-Erkrankung einen GdB beantragt, sollte deshalb nicht nur „Burnout“ angeben. Ärztliche und psychotherapeutische Unterlagen sollten möglichst konkret beschreiben, welche Diagnose besteht und was im Alltag, im sozialen Leben und bei der Belastbarkeit tatsächlich nicht mehr funktioniert.

Wurde trotz erheblicher psychischer Einschränkungen nur ein niedriger GdB festgestellt, kann gegen den Bescheid regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im GdB-Verfahren.

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GdB bei Depression und Angststörung: Wann ist ein GdB von 50 möglich?Wer gleichzeitig unter Depressionen und einer Angst...
11/08/2026

GdB bei Depression und Angststörung: Wann ist ein GdB von 50 möglich?

Wer gleichzeitig unter Depressionen und einer Angststörung leidet, fragt sich häufig, welcher GdB dafür festgestellt werden kann. Entscheidend sind nicht die Diagnosen auf dem Arztbrief, sondern die tatsächlichen Auswirkungen auf das tägliche Leben.

Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze sehen bei leichteren psychischen Störungen einen GdB von 0 bis 20 vor. Bei stärker behindernden Störungen mit einer wesentlichen Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit – ausdrücklich genannt werden unter anderem ausgeprägtere depressive und phobische Störungen – liegt der Bewertungsrahmen bei 30 bis 40.

Ein GdB von 50 oder mehr kommt bei schweren psychischen Störungen in Betracht. Bei mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten ist ein GdB von 50 bis 70 vorgesehen, bei schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten sogar 80 bis 100.

Für die Bewertung sollte deshalb möglichst konkret dokumentiert werden, wie sich Depression und Angststörung auswirken. Kann die Wohnung allein verlassen werden? Sind Einkaufen, Behördengänge oder Arzttermine ohne Begleitung möglich? Besteht ein erheblicher sozialer Rückzug? Können Beziehungen aufrechterhalten und alltägliche Aufgaben noch zuverlässig erledigt werden? Wie häufig treten schwere depressive Phasen oder Angst- und Panikzustände auf?

Depression und Angststörung werden dabei nicht einfach mit zwei Einzel-GdB bewertet und anschließend zusammengerechnet. Maßgeblich ist das gesamte Ausmaß der psychischen Teilhabebeeinträchtigung.

Wurde trotz erheblicher Depressionen und Angststörungen nur ein GdB von 20, 30 oder 40 festgestellt, sollte geprüft werden, ob die tatsächlichen Einschränkungen in den ärztlichen Unterlagen ausreichend beschrieben wurden. Gegen den Bescheid kann regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im GdB-Verfahren.

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GdB bei Adipositas permagna: Ist ein GdB von 50 möglich?Auch bei sehr starkem Übergewicht gibt es keinen festen GdB alle...
11/08/2026

GdB bei Adipositas permagna: Ist ein GdB von 50 möglich?

Auch bei sehr starkem Übergewicht gibt es keinen festen GdB allein nach Körpergewicht oder BMI. Adipositas führt für sich genommen nicht automatisch zu einer Schwerbehinderung.

Bei Adipositas permagna müssen aber die gesundheitlichen Folgen und die konkreten Einschränkungen berücksichtigt werden. Die Versorgungsmedizinischen Grundsätze nennen ausdrücklich auch die besonderen funktionellen Auswirkungen einer Adipositas permagna.

Für das GdB-Verfahren ist deshalb entscheidend, was im Alltag tatsächlich nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich ist. Wie weit kann noch gelaufen werden? Bereiten Treppen erhebliche Schwierigkeiten? Bestehen starke Knie-, Hüft- oder Rückenbeschwerden? Tritt schon bei geringer Belastung Luftnot auf? Kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lymphödeme oder weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen hinzu?

Gerade bei Adipositas permagna sollte der Antrag nicht nur Größe, Gewicht und Diagnose enthalten. Aussagekräftiger sind ärztliche Befunde, die konkret beschreiben, wie stark Gehfähigkeit, Beweglichkeit und körperliche Belastbarkeit eingeschränkt sind.

Mehrere Erkrankungen werden beim Gesamt-GdB nicht einfach zusammengerechnet. Entscheidend ist, wie sie sich insgesamt auf die Teilhabe auswirken.

Bei erheblichen Einschränkungen des Gehvermögens sollte außerdem geprüft werden, ob neben dem GdB auch die Voraussetzungen für das Merkzeichen G vorliegen.

Wurde bei Adipositas permagna ein zu niedriger GdB festgestellt oder das Merkzeichen G abgelehnt, kann gegen den Bescheid regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im Schwerbehindertenrecht.

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Erwerbsminderungsrente bei Long Covid: Wann kann sie bewilligt werden?Viele Betroffene können nach einer Corona-Infektio...
28/07/2026

Erwerbsminderungsrente bei Long Covid: Wann kann sie bewilligt werden?

Viele Betroffene können nach einer Corona-Infektion ihren früheren Arbeitsalltag nicht mehr bewältigen. Starke Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Atemprobleme oder eine deutliche Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung können die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken.

Trotzdem führt die Diagnose Long Covid oder Post-COVID nicht automatisch zu einer Erwerbsminderungsrente. Entscheidend ist, wie viele Stunden eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch zuverlässig ausgeübt werden kann. Liegt das Leistungsvermögen unter drei Stunden täglich, kann eine volle Erwerbsminderung vorliegen. Bei drei bis unter sechs Stunden kommt eine teilweise Erwerbsminderung in Betracht.

Gerade bei Long Covid ist die Dokumentation wichtig. Ärztliche Berichte sollten nicht nur die Diagnose nennen, sondern beschreiben, wie sich die Erkrankung konkret auswirkt. Kann die betroffene Person Termine einhalten? Wie lange kann sie sich konzentrieren? Werden zusätzliche Pausen benötigt? Kommt es nach Belastung zu einer verzögerten Verschlechterung, einem sogenannten Crash? Wie häufig fallen gute und schlechte Tage an?

Auch Reha-Berichte können für die Beurteilung entscheidend sein. Dabei sollte genau geprüft werden, ob die dort festgestellte Belastbarkeit tatsächlich über einen normalen Arbeitstag und eine ganze Arbeitswoche aufrechterhalten werden kann.

Wurde die Erwerbsminderungsrente bei Long Covid abgelehnt, kann gegen den Bescheid regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden. Dann sollten insbesondere die medizinischen Feststellungen und die Einschätzung des täglichen Leistungsvermögens geprüft werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen gegenüber der Deutschen Rentenversicherung.

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Bandscheibenvorfall nach Jahren in der Pflege: Kann das eine Berufskrankheit sein?Wer viele Jahre Bewohner oder Patiente...
27/07/2026

Bandscheibenvorfall nach Jahren in der Pflege: Kann das eine Berufskrankheit sein?

Wer viele Jahre Bewohner oder Patienten gehoben, umgesetzt oder in stark gebeugter Haltung versorgt hat, kann an einer Berufskrankheit der Lendenwirbelsäule leiden. Gemeint ist die Berufskrankheit Nr. 2108. Ein Bandscheibenvorfall allein reicht für die Anerkennung allerdings nicht aus.

Geprüft wird zum einen, ob eine bandscheibenbedingte Erkrankung mit länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden und Funktionseinschränkungen vorliegt. Zum anderen muss die berufliche Belastung über viele Jahre erheblich gewesen sein.

Gerade in der Alten- und Krankenpflege kommt es auf den tatsächlichen Arbeitsalltag an: Wie häufig wurden Bewohner umgesetzt, aus dem Bett gehoben oder beim Aufstehen gestützt? Welche Gewichte waren zu bewältigen? Wurden Hilfsmittel verwendet? Wie viele Jahre und in welchem Stundenumfang wurde diese Arbeit verrichtet?

Wer ein Verfahren vorbereitet, sollte seine beruflichen Belastungen deshalb möglichst konkret beschreiben. Hilfreich sind Angaben zu Stationen und Pflegebereichen, typischen Schichten, Patiententransfers, fehlenden Hebehilfen und früheren Arbeitgebern. Auch Befunde, MRT-Berichte, Reha-Unterlagen und Behandlungen sollten vollständig vorliegen.

Wichtig: Die Anerkennung setzt heute nicht mehr voraus, dass die belastende Tätigkeit aufgegeben wurde. Der Verdacht kann von Ärzten oder dem Arbeitgeber gemeldet werden. Betroffene können sich aber auch selbst an die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse wenden.

Wurde die Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt, kann gegen den Bescheid regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Pflegekräfte aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen im Berufskrankheitenverfahren.

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Pflegegrad bei Demenz: Auch ohne Hilfe beim Waschen und Anziehen?Viele Angehörige erleben dieselbe Situation: Der körper...
27/07/2026

Pflegegrad bei Demenz: Auch ohne Hilfe beim Waschen und Anziehen?

Viele Angehörige erleben dieselbe Situation: Der körperliche Alltag funktioniert noch erstaunlich gut. Trotzdem kann die betroffene Person Medikamente nicht zuverlässig einnehmen, findet sich außerhalb der Wohnung nicht mehr zurecht oder vergisst, ob sie bereits gegessen hat.

Auch dann kann ein Pflegegrad in Betracht kommen. Bei Demenz zählt nicht nur, ob jemand Hilfe bei der Körperpflege benötigt. Bewertet werden ebenso die Orientierung, das Erinnerungsvermögen, das Verhalten, der Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und die Fähigkeit, den Tagesablauf selbstständig zu gestalten.

Für die Begutachtung sollte deshalb konkret geschildert werden, was im Alltag tatsächlich passiert. Muss regelmäßig an Essen, Trinken oder Medikamente erinnert werden? Wird der Herd angelassen? Kommt es zu nächtlicher Unruhe? Werden vertraute Personen oder Wege nicht mehr erkannt? Kann die betroffene Person Termine, Einkäufe und Arztbesuche noch selbst organisieren?

Gerade bei beginnender Demenz entsteht im Begutachtungstermin schnell ein falscher Eindruck. Viele Betroffene wirken in einem kurzen Gespräch orientierter, als sie im Alltag tatsächlich sind, oder überspielen ihre Schwierigkeiten. Angehörige sollten deshalb eigene Beobachtungen schildern und konkrete Beispiele nennen.

Pflegebedürftigkeit setzt voraus, dass die Beeinträchtigungen voraussichtlich mindestens sechs Monate bestehen. Wird der Pflegegrad abgelehnt oder zu niedrig festgesetzt, sollte das Gutachten des Medizinischen Dienstes geprüft werden. Gegen den Bescheid kann regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

Rechtsanwältin Katrin Wintzer, Fachanwältin für Sozialrecht in Gotha, berät und vertritt Betroffene und Angehörige aus Gotha, dem Landkreis Gotha und ganz Thüringen gegenüber der Pflegekasse.

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Pflegegrad bei Schlafapnoe – wann kann er anerkannt werden?Eine Schlafapnoe allein führt noch nicht zu einem Pflegegrad....
24/07/2026

Pflegegrad bei Schlafapnoe – wann kann er anerkannt werden?

Eine Schlafapnoe allein führt noch nicht zu einem Pflegegrad. Auch die nächtliche Nutzung einer CPAP-Maske reicht für sich genommen nicht aus.

Entscheidend ist vielmehr, ob die betroffene Person im Alltag regelmäßig auf Unterstützung angewiesen ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Hilfe beim Anlegen oder Reinigen der Maske benötigt wird, das Gerät nicht selbstständig bedient werden kann oder nachts wiederholt Kontrollen erforderlich sind.

Auch starke Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und Erschöpfung können eine Rolle spielen. Sie müssen sich aber konkret auf die Selbstständigkeit auswirken. Wichtig ist deshalb nicht nur die Diagnose „Schlafapnoe“, sondern die Frage: Was gelingt im Alltag ohne fremde Hilfe nicht mehr?

Häufig kommen weitere Erkrankungen hinzu, etwa Herzschwäche, Adipositas, neurologische Einschränkungen oder psychische Belastungen. Dann muss der gesamte Unterstützungsbedarf betrachtet werden.

Im Antrag sollte möglichst genau beschrieben werden, welche Hilfe benötigt wird, wie oft sie anfällt und was ohne diese Unterstützung nicht funktioniert. Ein bloßer Hinweis auf die CPAP-Therapie ist meist zu wenig.

Wurde ein Pflegegrad bei Schlafapnoe abgelehnt oder zu niedrig festgestellt, sollte das Gutachten des Medizinischen Dienstes geprüft werden. Gegen den Bescheid kann regelmäßig innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

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