Rechtsanwältin Jenna Gerlinger

Rechtsanwältin Jenna Gerlinger Kanzlei für Arbeitsrecht
Jenna Gerlinger
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht

23/04/2026

„LAW“ - Legal After Work

Über 50 Anmeldungen. Volle Räume. Reger Austausch bis in den späten Abend.

Was sich bereits beim Save-the-Date angedeutet hat, hat sich gestern bestätigt!
Der Bedarf nach echten Austauschformaten in der Anwaltschaft ist da – und er ist größer als viele glauben.

Gemeinsam mit dem Anwalt- und Notarverein Dortmund e.V. Dortmund und dem Anwaltverein Bochum sowie e.Consult haben wir die Legal After Work Reihe nach NRW geholt – und durfte den Auftakt machen.

Inhaltlich genau am Puls der Zeit:
Zwei starke Impulse zum Thema „Human Upgrade“ und der Frage, wie wir als Anwaltschaft mit einer allgegenwärtigen KI umgehen.

Nicht theoretisch, sondern mit unmittelbarer Relevanz für unseren Berufsalltag.

Was den Abend aber wirklich getragen hat:
Die Offenheit im Austausch.
Die Qualität der Gespräche.
Und die spürbare Bereitschaft, sich mit der Zukunft unseres Berufs aktiv auseinanderzusetzen.

Persönlich hat mich besonders gefreut, dass ich diesen Auftakt nicht nur für den Anwalt- und Notarverein Dortmund e.V. sondern auch im Sinne des FORUM Junge Anwaltschaft begleiten durfte und dass so viele regionale Ansprechpartner vor Ort waren. Genau dieser Schulterschluss ist entscheidend, wenn wir solche Formate nachhaltig etablieren wollen.

Ich freue mich sehr, Teil der Organisation zu sein – und gemeinsam mit meiner Kollegin Ruth Nobel diese Reihe weiterzuentwickeln.

Der nächste Termin am 8. Oktober ist bereits vorgemerkt.
Die ersten Interessenten stehen schon fest.

Wer dabei sein will, sollte nicht zu lange warten.

Danke an alle, die den Abend so besonders gemacht haben:



consult_ag
u.v.m.


09/04/2026

Ich komme gerade aus einem Termin, in dem ich einen Arbeitgeber vertreten habe – und es ging um eine fristlose Kündigung.

Der Auslöser?
Eine diffamierende Äußerung einer Arbeitnehmerin – im privaten Kontext, aber öffentlich sichtbar. Und vor allem: klar dem Arbeitgeber zuzuordnen.

Und genau hier liegt der Denkfehler, den ich immer wieder sehe:

👉 Viele glauben, das Internet sei ein rechtsfreier Raum.
👉 Oder sie verstecken sich hinter der Meinungsfreiheit.

Beides ist schlicht falsch.

Meinungsfreiheit endet dort, wo sie die Rechte anderer verletzt.
Und sie schützt ganz sicher keine diffamierenden, beleidigenden oder extremistischen Aussagen.

Erst recht nicht dann, wenn:
erkennbar ist, bei welchem Unternehmen Sie arbeiten und Ihre Aussagen auf dieses Unternehmen zurückfallen

Denn dann geht es nicht mehr nur um Ihre private Meinung –
sondern um eine massive Rufschädigung für den Arbeitgeber.

Und das hat arbeitsrechtliche Konsequenzen. Harte Konsequenzen.

➡️ Eine fristlose Kündigung ist in solchen Fällen absolut realistisch – und häufig auch wirksam.

Spätestens nach den bekannten öffentlichen Fällen, die viral gegangen sind, sollte jedem klar sein:
Das Netz vergisst nicht. Und Arbeitgeber schauen nicht weg.

Ich kann Ihnen nur eines sagen:
Arbeitgeber sind heute deutlich konsequenter – und das zu Recht.

Wer öffentlich Grenzen überschreitet, riskiert nicht nur seinen Ruf, sondern auch seinen Job.

Und das ist kein Einzelfall mehr – das ist gelebte arbeitsrechtliche Realität

25/03/2026

„Jetzt reicht’s. Ich kündige.“

Genau so entstehen viele Eigenkündigungen.

Nicht geplant.
Nicht strategisch.
Sondern aus einem Moment heraus.

Was dabei oft übersehen wird:

Eine Eigenkündigung kann eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld auslösen.
Die Entscheidung hat also direkte Konsequenzen.

Und trotzdem gilt auch:
Ein dauerhaft ungesundes Arbeitsverhältnis ist keine Lösung.

Das eigentliche Problem liegt früher:

Konflikte werden nicht angesprochen.
Erwartungen bleiben unklar.
Gespräche finden nicht statt.

Die bessere Lösung beginnt genau dort:

Früher sprechen.
Klar kommunizieren.
Einen Plan entwickeln.

Nicht erst reagieren, wenn alles eskaliert.

👉 Strategie statt Streit



Der Fall Scharrenbach zeigt, wie Führung Konflikte eskalieren lässt.Die Vorwürfe wiegen schwer:Von einer Arbeitsatmosphä...
23/03/2026

Der Fall Scharrenbach zeigt, wie Führung Konflikte eskalieren lässt.

Die Vorwürfe wiegen schwer:

Von einer Arbeitsatmosphäre ist die Rede,
die von „Angst und Schrecken“ geprägt gewesen sein soll.

Ein interner Vermerk lag offenbar bereits seit Monaten vor.

Mitarbeiter berichten von massivem Druck,
teilweise mit drastischen Aussagen über die Auswirkungen des Führungsstils.

Die Ministerin selbst hat Fehler eingeräumt
und angekündigt, Gespräche zu führen und Strukturen zu verbessern.

Die politische Diskussion läuft.

Natürlich spielen in solchen Konstellationen auch strukturelle Besonderheiten eine Rolle. Hierarchien, politische Verantwortung und interne Abläufe.

Aber genau deshalb wird Führung noch entscheidender.

Denn je komplexer die Struktur, desto früher müssen Konflikte erkannt und sauber geführt werden.

Aber die entscheidende Frage wird kaum gestellt:

Was ist vorher passiert?

Denn genau hier beginnt das eigentliche Problem.

Konflikte entstehen nicht erst dann,
wenn sie öffentlich werden.

Sie entstehen früher:

- wenn Kritik nicht angesprochen wird
- wenn Druck nicht eingeordnet wird
- wenn Führung nicht wahrgenommen wird

Und irgendwann kippt die Situation.

Dann geht es nicht mehr um Lösung.
Sondern um Eskalation.

Der Fall zeigt damit etwas, das ich im Arbeitsrecht ständig sehe:

Die meisten arbeitsrechtlichen Konflikte sind keine Rechtsprobleme.
Sie sind Führungsprobleme.

Recht kommt erst ins Spiel,
wenn Führung vorher nicht funktioniert hat.

Und genau deshalb reicht es nicht,
im Nachhinein aufzuarbeiten.

Die entscheidende Frage ist:

An welchem Punkt hätte dieser Konflikt noch verhindert werden können?

Denn dort beginnt gute Führung.




20/03/2026

Freitag. Büro leer.
Und ich drehe mich auf dem Bürostuhl.

Ungewöhnlich für Social Media? Vielleicht.
Unrealistisch für den Arbeitsalltag? Ganz sicher nicht.

Zwischen Mandaten, Fristen und Verantwortung gibt es diese kurzen Momente,
in denen niemand etwas von einem will.

Keine Termine. Keine Gespräche. Kein Takt von außen.

Und genau darin liegt etwas, das im Arbeitsalltag oft fehlt:
ein kurzer Reset.

Diese Momente wirken banal.
Sind aber entscheidend, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben.

Ab nächster Woche ist das Büro wieder voll.
Dann zählt wieder Struktur, Abstimmung und Tempo.

Heute war Raum für ein bisschen Durchdrehen. Allein ein schönes Wochenende.

26/02/2026

Heute bei der Vereidigung der Rechtsanwaltskammer Hamm durfte ich das Forum Junge Anwaltschaft vertreten und die neue Anwaltsgeneration willkommen heißen.

35 neue Kolleginnen und Kollegen und ein gemeinsamer Start in einen freien, unabhängigen und verantwortungsvollen Beruf.

Ich wünsche allen viel Mut, Weitblick, wirtschaftlichen Erfolg und die nötige Standfestigkeit für diesen außergewöhnlichen Beruf. ⚖️

Save the Date | LAW Dortmund – Legal After WorkIn unserem Berufsalltag fehlt oft genau das, was eigentlich am wichtigste...
24/02/2026

Save the Date | LAW Dortmund – Legal After Work

In unserem Berufsalltag fehlt oft genau das, was eigentlich am wichtigsten wäre:
echter Austausch auf Augenhöhe.

Nicht zwischen Tür und Angel.
Nicht im klassischen Fortbildungssetting.
Sondern offen, kollegial und mit Zeit für Gespräche, die über das Tagesgeschäft hinausgehen.

Genau dafür starten wir am 22.04.2026 in Dortmund ein neues Format:
LAW – Legal After Work.

Gemeinsam mit dem Anwalt- und Notarverein Dortmund e.V., dem Anwaltverein Bochum, FORUM Junge Anwaltschaft und der e.Consult schaffen wir einen Rahmen für:

• Vernetzung mit Substanz
• Austausch zwischen Kanzleien
und Kooperationspartnern
• Impulse statt Frontalvortrag
• Begegnung ohne
klassische Schulungsatmosphäre

Es geht um Dialog.
Um Perspektiven.
Und um den Blick über den eigenen Schreibtisch hinaus.

Das Thema des Auftaktabends lautet:
„KI ist da. Und jetzt?“

Das Format ist bewusst offen angelegt.
Zukunftsthemen, Praxisfragen, strategische Entwicklungen – LAW soll Raum für alles bieten, was unseren Berufsstand bewegt.

📍 Ort: Nockelmann Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
🕕 Beginn: 18:00 Uhr

Ich freue mich sehr, diese Reihe mitgestalten zu dürfen.
Für mich ist das ein wichtiger Schritt hin zu moderner, vernetzter Anwaltschaft.

Wer Lust auf einen besonderen Abend ohne klassischen Fortbildungscharakter hat, sollte sich den Termin vormerken.

Hier geht es zur Anmeldung:

https://lnkd.in/emPztxbC



11/12/2025

Eine einstweilige Verfügung ist ein vorläufiger Rechtsschutz, bis das Gericht in der Hauptsache endgültig entscheidet. Dafür gelten harte Voraussetzungen:
1️⃣ Anspruch: Du musst klar zeigen, dass dir der Anspruch zusteht.
2️⃣ Eilbedürftigkeit: Ohne sofortige Entscheidung droht ein irreparabler Nachteil.
3️⃣ Glaubhaftmachung: Alle Belege müssen sofort und überzeugend auf den Tisch.

Nur wer starke Fakten und echte Dringlichkeit hat, bekommt diesen schnellen, aber eben vorläufigen Rechtsschutz.
Kennt ihr den einstweiligen Rechtsschutz?

03/12/2025

Jahresendspurt. Alle reden von Besinnlichkeit! Ich rede nur noch mit meinem Telefon. Weil es ständig klingelt. Ich hab so viel Stress… Ich mache Telefon, ich mache Briefe, ich mache Tesafilm. Ich bin basically ein Ein-Mann-Copyshop auf zwei Beinen. Und jedes Mal, wenn ich denke, Jetzt ist’s gut, kommt jemand rein: „Kannst du mal kurz?“ NEIN! Ich kann nicht mal lang!

Und das Beste.Während ich hier wie ein überdrehter Büro-Elf Geschenke in Form von Fristsachen verpacke, wundert sich die Arbeitswelt da draußen: „Warum sind alle so gestresst?“

Kleiner Reality-Check!Jahresendspurt bedeutet für viele Beschäftigte Überstunden, Meeting-Marathon, ausfallende Pausen, „Kannst du noch schnell …?“ bis zum Kollaps. Und genau da kommt das Arbeitsrecht ins Spiel!

Arbeitszeitgrenzen gelten auch im Dezember. Ruhezeiten gelten auch im Dezember. Und Überlastung bleibt Überlastung – selbst wenn man sie in Geschenkpapier wickelt.

Wie ist’s bei euch? Läuft ihr auch auf der letzten Rille oder seid ihr schon im Modus „Ich bin mental seit gestern im Weihnachtsurlaub?“

Gestern hat mich ein Kollege auf eine Veröffentlichung in der  aufmerksam gemacht – die Liste der Top-Anwälte 2026.Dass ...
13/09/2025

Gestern hat mich ein Kollege auf eine Veröffentlichung in der aufmerksam gemacht – die Liste der Top-Anwälte 2026.

Dass mein Name dort erscheint, fühlt sich für mich nicht nur wie eine Auszeichnung an, sondern wie ein Zeichen. Der Weg, den ich bewusst gewählt habe, ist der richtige.

Ich bin Rechtsanwältin geworden, um Menschen in schwierigen beruflichen Situationen mit Klarheit, Struktur und rechtlicher Sicherheit zu begleiten. Es geht vorallem darum, dass Betroffene wieder handlungsfähig werden und eine Perspektive haben.

Diese Anerkennung zeigt mir, dass genau dieser Ansatz – mit juristischer Präzision und menschlicher Haltung – gesehen wird.

Danke an alle, die mir auf diesem Weg Vertrauen schenken und an meinen Kollegen für den Hinweis. Ohne ihn hätte ich die Ausgabe wahrscheinlich verpasst.

Die Original-Veröffentlichung vom 10.9.2025 findet ihr hier 👉https://topanwalt.faz.net/250910_TOP%20Anwalt_Privat.pdf

Adresse

StrünkedeStr. 11
Dortmund
44359

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