Um die Population von ,,Stadttauben" zu reduzieren, sind alternative und ethisch vertretbare Methoden notwendig - nicht Verfolgung und Bekämpfung! Sie begegnen uns in Städten, Parks und an Bahnhofsvorplätzen : Tauben. Die gurrenden Vögel mit dem markanten Gang sind aus unseren Städten kaum wegzudenken, obwohl wir es ihnen erdenklich schwer machen, neben und mit uns zu leben. Tauben leben eng mit
uns zusammen, trotzdem sind wir ihnen meist keine freundlich gesinnten Nachbar*innen. Leider müssen sie sich Tagtäglich vor gezielten Tritten in Acht nehmen oder werden auf behördliche Anordnung ausgehungert. �
Neben Hunden sind Tauben eines der ältesten, namentlich erwähnten ,,Haustiere''. Das bisschen, das sie zum Leben und Überleben brauchen, versuchen wir ihnen dennoch zu nehmen und die ,,Schädlings" bekämpfungsindustrie verdient sehr gut am Geschäft mit Taubenabwehrsystemen. Angeblich verursachen Tauben Schäden an Gebäuden und übertragen Krankheiten....
Sie stellen keine größere Gefährdung dar als andere Vögel, die wir in unseren Gärten/Balkonen zum Teil liebevoll füttern und gerne beobachten. Was wir uns wünschen...
Geburtenkontrolle statt Bekämpfung! In betreuten Taubenschlägen bekommen die Vögel artgerechtes Essen, medizinische Versorgung und ihre Eier können durch Gipseier ersetzt werden! Der Taubenkot wird zudem gesammelt und entsorgt, er könnte außerdem als altbewährter Dünger verwendet werden. Entscheidend ist auch: Um langfristig und effektiv eine Reduzierung der Taubenpopulation zu erreichen, dürfen nicht immer neue Tauben hinzukommen. Das passiert aber genau, wenn Brieftauben zu Sportzwecken ausgebeutet und ausgesetzt werden...
Ein generelles Zuchtverbot wurde dies unterbinden. Das Leben in unseren Betonstädten ist für Tauben ein täglicher Kampf ums überlegen!!! Deshalb wollen wir für unsere Stadt einen Taubenschlag, damit aus den Tauben keine unfreiwilligen ,,Fußgänger" mehr entstehen. Durch die Fütterungsverbote sind die Tauben den ganzen Tag mühsam auf der Suche nach Nahrung. Viele von ihnen sind unterernährt und die wenig bekömmliche Ernährung, meist Abfall und weggeworfene Essensreste, führen oft zu den sogenannten Hungerkot. Die Körneresser benötigen 30 bis 40 Gramm Getreide und Sämereien. Bei einer solchen gesunden Ernährung würden sich kleine, feste Häufchen bilden anstelle der bekannten großen, flüssigen Klekse. Bei ihrer mühsamen Nahrungssuche wickeln sich auch oft Haare oder Fäden um die kleinen schuppigen Füße, die einfach achtlos weggeworfen wurden. Dies führt leider sehr oft zu schmerzhaften Einschnürungen, Entzündungen und durch das Unterbinden der Blutzufuhr zum Absterben von Gliedmaßen. Deshalb...
Der Nahrungsentzug durch Verbote lässt Tauben langsam verhungern, reduziert jedoch nicht die Anzahl.