08/12/2021
Der Text ist heute 7 Jahre alt. Ich bin auf dem Weg :)
Spiegelkabinett
Manchmal sitze ich vor meinem Spiegelbild und sehe einfach nur schwarz, tiefes Schwarz, eine dunkle Leere die mir entgegen blickt. Kein Schimmer von Licht, kein Funke der ein neues Feuer entfachen könnte, keine Farbe in Sicht, nur diese Dunkelheit die mir entgegen strömt.
Die Menschen um mich herum bekommen davon nichts mit. Sie schauen im Vorbeigehen in meinen Spiegel, sehen bunte helle Bilder in schillernden Farben. Doch keiner bleibt stehen und schaut mir über die Schulter, ich halte niemanden fest, um ihm meine Perspektive zu zeigen und erzähle niemand von der Dunkelheit die mich bedrückt. Keiner der sieht was ich sehe. Ich strahle in Anwesenheit anderer diese bunten hellen Farben nach außen ab, aber wenn ich alleine bin bleibt in mir selbst nur Dunkelheit und Leere.
Ist es wirklich totale Leere? Oder sind es zu viele verschiedene Farben, zu viele Einflüsse, die ich nicht ordnen und verarbeiten kann, die auf einem Fleck vermischt zu Schwarz werden. Schau in den Spiegel, welche Art von Dunkelheit ist es?
Wenn du jetzt sitzen bleibst verschlingt sie dich. Beweg dich, suche einen Weg aus der Dunkelheit. Höre dir an, was die anderen in deinem Spiegel sehen und erkenne es wieder. Zeig ihnen deinen Blickwinkel, die Zweifel und Ängste, die die dunklen Schatten werfen. Lass dich von ihnen begleiten, wechsel die Perspektiven, um wieder selbst die Farben und das Licht zu spüren, die du in die Welt ausstrahlst. Nur wenn du dich auf den Weg begibst, kannst du dein Ziel finden.