HVV Schledehausen

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Heimat-Jahrbuch 2027  Neben dem Schwerpunktthema „Frauen in Geschichte und Gegenwart“ hält der neue Band des Heimatjahrb...
14/10/2026

Heimat-Jahrbuch 2027
Neben dem Schwerpunktthema „Frauen in Geschichte und Gegenwart“ hält der neue Band des Heimatjahrbuches Osnabrücker Land aber auch noch viele andere Beiträge zur Geschichte unserer Region bereit. Auch Natur und Umwelt sowie die Pflege der platt-deutschen Sprache finden ihren Platz. Zudem ist ein Bericht über die aktuellen Befunde der archäologischen Arbeit im Osnabrücker Land enthalten.

Wulfter Straße oder Klapperhagen - alte Ansichten.
11/10/2026

Wulfter Straße oder Klapperhagen - alte Ansichten.

Radlergruppe des HVV auf Entdeckungsreise Was es so zu entdecken, gibt in der Umgebung von Schledehausen. Die Radtour am...
04/10/2026

Radlergruppe des HVV auf Entdeckungsreise
Was es so zu entdecken, gibt in der Umgebung von Schledehausen. Die Radtour am Tag der deutschen Einheit (03.10) offenbarte viel Neues für die Teilnehmer. Riesensteingräber, eine Quelle, drei wunderschöne Alleen, drei historische Rittergüter, zwei Schlösser und ein Mühlenstandort.
Die Route führte über 44 km von der Alten Werkstatt zunächst nach Oberhaaren, wo das dortige Riesensteingrab am Dübberort Zeugnis der frühen Besiedlung des Landstriches vor 3500 Jahren sichtbar wurde. In Oberhaaren ist es eines von dreien Monumenten, die teils im Wald verborgen sind. Die frühe Besiedlung erfolgte vermutlich auch, weil die Steinzeitmenschen dort auch Trinkwasser fanden, denn zur Quelle der Nette ist es nur ein Katzensprung, naja etwas weiter ist es schon zur Quelle unweit der Straße Niederhaaren. 19,5 km braucht die Nette bis zur Haseeinmündung, nachdem sie in einem Düker den Osnabrücker Stadthafen an der Römereschbrücke unterquert hat.
Die Nette hat in ihrem frischen Lauf eine wichtige Aufgabe. Sie speiste die Gräften des Gutes Kuhof, ein Bau wie eine Niederungsburg mitten im sumpfigen Gelände. Vor dem Torhaus des heute verwaisten Gebäudes kündet eine lange Allee bis zur heutigen Bremer Straße von der ehemaligen Pracht des Anwesens. Vor rund 1000 Jahren entstanden, Sitz der Osnabrücker Bürgermeisterfamilie von Dumsdorf, später ein Ableger des Beginenklosters Osnabrück. Vor 400 Jahren ging Kuhof in den Besitz des Daniel von Schele zu Sudena über, der das heutige zweigeschossige Herrenhaus baute. Ende des 16. Jahrhunderts ging das Rittergut an Georgs III. von England über, der es als Tafelgut für seinen Sohn, den Osnabrücker Bischof Friedrich erwarb.
Am Torhaus sind heute noch zwei Wappen erkennbar. Das eine zeigt die Kennung der Familie von Schele-Haren von 1665, das andere das der Familie von Schele-Schele von 1703. Während von Schele die drei Wolfsangeln stammen, kamen die drei Flachsspindeln vom Adelsgeschlecht deren von Haren, die aber nichts mit der Namensgebung der Ortschaft zu tun hat. Das Dorf Haaren wurde schon 1068 erwähnt, die Familie von Haren (mit einem a) erst im 15. Jahrhundert.
Ein bisschen versteckt liegt eingangs der Schledehausener Straße liegt das alte Rittergut Uhlenbrock, das seit 1885 im Besitz der Familie Nülle ist. Anstelle des Vorgängerbaus entstand etwa 1891 ein Herrenhaus im Stile einer italienischen Stadtvilla, die das noch heute in ihrer Farbgebung in Pompejianischem Rot (nach dem 79 n. Chr. beim Vesuvausbruch verschütteten Stadt Pompeji) signalisiert. Die Familie Nülle betrieb am Kirchplatz in Ostercappeln über 200 Jahre eine Leinenproduktion und -handel (inmitten eines Umlandes mit ausgeprägtem Flachsanbau).
Von Gut zu Gut. Vor Gut Arenshorst, dessen heutiges Herrenhaus 1740 von Philipp Wilhelm von Ledeburg und Augusta Amalie von dem Bussche errichtet wurde, durchfuhr die Radlergruppe die prächtige Eichenallee. Über der doppelläufig geschwungenen Freitreppe findet sich das Wappen der Erbauer. Das der Familie von Ledebur gehörende Gut blieb von 1685 bis 1961 in ihrem Besitz, wurde dann an die Industriellenfamilie Günther Claas veräußert.
Als Gutsherr war er gleichzeitig der Patron der Arenshorster St. Johanniskirche. Sie ist die einzige Fachwerkkirche im Landkreis Osnabrück. Den 36 m hohen roten Backsteinturm ließ der damalige Patron und Gutsherr Wilhelm-Benjamin von Ledeburg zur diamantenen Hochzeit 1875 mit seiner Frau Dorothea errichten.
Gleich nebenan gibt es ein Zeugnis frühen Sponsorings in eine technische Idee. Das Tiling-Denkmal erinnert daran, dass der Osnabrücker Pilot, Erfinder und Raketenpionier zwischen 1929 und 1933 hier mit Pulver- und Feststoffraketen experimentierte, unterstützt von Gutsherrn von Ledebur. Vermutlich beim Pulverpressen in eine Feststoffrakete kam es zu Explosion, nach der Reinhold Tiling und zwei Mitarbeiter starben. Zwei Jahre zuvor hat Tilling beim Start einer Postrakete im Ochsenmoor mit 188 Karten bewiesen, dass seine Idee einer landefähigen Rakete (Kreiselflugzeug) in die Praxis umgesetzt werden konnte. Tillings Konzept der Feststoffrakete findet noch heute Anwendung beim US-amerikanischen Space-Shuttle der NASA. Nach Tiling ist übrigens ein Mondkrater mit einem Durchmesser von 38 km benannt. Er war von 1926 bis 1933 Leiter des Osnabrücker Flugplatzes Netterheide, der ab 1925 an das Lufthansanetz angeschlossen war.
Über Bohmte führte die Radtour zum Schloß Ippenburg der Familie von dem Bussche. Auf den Mauer einer alten Trutzburg aus dem 14.Jh. entstand 1862 der heutige Schlossbau aus Ibbenbürener Sandstein mit seinen mehr als 100 Räumen.
Das benachbarte Schloss Hünnefeld ist rund 300 Jahre älter als Ippenburg und gelangte 1447 in den Besitz von Albert Freiherr von dem Bussche. Im 13. Jh. als Wasserburg angelegt wurde das jetzige Herrenhaus 1600 bis 1614 von Gerhard-Clamor Freiherr von dem Bussche errichtet, von seinem Sohn Clamor-Eberhard 1658 um den südlichen Seitenflügel erweitert. Der imposante Taubenturm entstand 1710 nach französischem Vorbild, auch als Zeichen des Wohlstands des Besitzers. Um 1800 wurde der prachtvolle englische Landschaftspark mit vielen exotischen Bäumen gebaut. Als Zeichen des Wohlstands darf wohl auch die lange Clamor-Allee betrachtet werden, die eine Sichtachsen von der heutigen Bohmter Straße bis zum Schloss Hünnenfeld darstellt.
Über den Mittellandkanal führte der Weg der Gruppe zum Gut Buddemühlen, dass seit Jahren in einem Dornröschenschlaf liegt. Nach einem Besitzerwechsel soll hier und auf dem Grundstück Wohnraum geschaffen werden. Noch sieht es aber nicht nach Bauaktivitäten aus. Buddemühlen stammt aus dem 15. Jh. Und betrieb in Wehrendorf drei Wassermühlen.

Kirmes in Schledehausen 1974. Wer hat noch Bilder für das Archiv vom Kirmes in Schledehausen?
20/09/2026

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Findlinge aus Deitinghausen brachten Rüdiger Tellmann und Sohn Max zum Platz vor der kath. Kirche. Die Steine werden in ...
06/09/2026

Findlinge aus Deitinghausen brachten Rüdiger Tellmann und Sohn Max zum Platz vor der kath. Kirche. Die Steine werden in den Platz eingebaut und der HVV Schledehausen wird ein Schild zur Geschichte und Herkunft der Findlinge anbringen.

25/08/2026
HVV-Radtour zur Bifurkation in GesmoldAusgeklügeltes System der Wasserverteilung für MühlenImmer wieder interessant: Bei...
16/08/2026

HVV-Radtour zur Bifurkation in Gesmold
Ausgeklügeltes System der Wasserverteilung für Mühlen
Immer wieder interessant: Bei der Radtour des HVV nach Gesmold führte der Meller Heimatforscher Bernd Meyer die Gruppe der 15 Radler (bei 38 Grad!) nicht nur zum Mausoleum der Gesmolder Schlossherren, sondern auch über die Sichtachse durch schattigen Wald ca. 2 km zum Wasserschloss, dessen Herrenhaus 1544 gebaut worden ist (der Turm stammt von 1200). Die Zwischenetappe war der Auftakt zu einer Zeitreise, in deren Mittelpunkt die Bifurkation an der Hase stand.
Am Standort langjähriger Fehden und Auseinandersetzungen um das Wasser, hat der Heimatverein Gesmold mit Hilde von Geldgebern und Sponsoren einen Umweltbildungsstandort eingerichtet, der beispielhaft ist. Der Verein hat es sich mit seinen ehrenamtlichen Helfern zur Aufgabe gemacht, das Areal zu hegen und zu pflegen.
Bifurkation – es gibt nur wenige, die mit dem Begriff nichts anfangen können. Bernd Meyer nutzte die Radreise zur Auffrischung alter und vielleicht verschütteter Kenntnisse. Die Frage blieb: Ist eine natürliche Wasserscheide der Grund für die Flüsseteilung von Hase und Else, oder stand ein profaner Streit um das Wasser und seiner Nutzung die Erklärung?
Bernd Meyers hat seine Recherchen zum Thema in einer Broschüre „Die Bifurkation der Hase und Else in Gesmold“ 2004 veröffentlicht. Er zitiert darin auch die Kurzfassung von Historiker Gerd van Heuvel „Bifurkation oder Mühlengraben?“. Da heißt es u.a.: „Zweifel an der natürlichen Entstehung sind unter Verweis auf die historischen Quellen allerdings schon des Öfteren angemeldet worden, am deutlichsten bislang von Heinrich Westerfeld, der 1934 in einem knappen Aufsatz die fast drei Jahrhunderte währende Ausenandersetzung um die Wasserverteilung an der Hasegabelung skizzierte und zum Schluss kam, dass die Zweiteilung der Hase kein Gebilde der Natur ist“. Westerfeld (1872-1941) war Lehrer und Heimatkundler aus Belm-Haltern.
Der rund drei Jahrhunderte Wasserstreit war über viele Jahre wohl kein Streit, wie van Heuvel herausgepusselt hat, sondern ein ausgeklügeltes System der Wasserversorgung. Denn es ging um den Betrieb von zwei Mühlen, die Stadt Osnabrück und zwei Wasserläufe, an dieser Stelle die 100 Meter parallellaufende Hase und der Uhlenbach (von Else war da noch nicht die Rede). Die Hase versorgte die Krusemühle, der Uhlenbach die Schlossmühle von Gesmold. Doch der Bach lieferte besonders in Trockenzeiten zu wenig Wasser. Also kam der Schlossherr Hermann von Amelunxen auf die Idee, Wasser von der Hase abzuzweigen.
Das aber kam beim Krusemüller nicht gut an, noch viel weniger bei den Osnabrückern, die auf das Wasser zum Schutz der umwallten Stadt angewiesen waren. Diesen Umstand nutzten auch die Schweden 1633 aus, als sie an der heutigen Bifurkation den Osnabrückern das Wasser abgruben, die schließlich am 12.September kapitulierten, weil kein Wasser mehr die Stadtgräben füllte.
Doch Amelunxen hatte schon Mitte des 16. Jahrhunderts Fakten geschaffen. Einmal den Abzweig (heute Bifurkation) der Twellbecke zum Uhlenbach und dann 500 Meter nördlich noch eine hölzerne Rinne, die beim Aufstau der Krusemühle Wasser der Hase in den Uhlenbach und damit zur Schlossmühle leitet. Das Konstrukt entpuppt sich heute als ausgeklügeltes System der Wasserverteilung für beide Mühlen. Nur: Das Aufstauen des Wassers zum Mahlen musste abgesprochen werden. Klappte nicht immer in den letzten Jahrhunderten.
1608 kamen beide Mühlen in den Besitz des Osnabrücker Bischofs (Hochstift). Der Friede währte nicht lange. Um 1660 startete mit einem erneuten Besitzerwechsel eine neue Periode der Streitigkeiten. Die jeweiligen Müller waren sich spinnefeind, schütteten Dämme in die Zuläufe der jeweils anderen Mühle, um die Wasserkraft für sich nutzen zu können. Bei diesen Fehden ging es keineswegs gewaltfrei ab. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor die Wasserkraft durch einsetzende Mechanisierung und Industrialisierung ihre Bedeutung, und damit auch der Streit ums Wasser.
Übrigens taucht der Name „Else“ erstmals 1691 für den Bachabschnitt direkt hinter der Hasegabelung ((vorher Twellbecke)) auf.

Heinrich Westerfeld schreibt in seiner Ausarbeitung aus dem Jahre 1934, dass man das Ausroden der tiefer eingewurzelten Büsche und Bäume vermeiden wollte und deshalb den angelegten Graben in unregelmäßigen Windungen um den Wurzelbereich herumführte. Diese Ausführungen sind eine Vermutung. Auch früher verstand man es schon, Wurzeln zu entfernen, wenn sich dadurch die Strecke erheblich verkürzte.

Es stellte die Frage, warum man, wenn schon ein künstlicher Bachgegraben wurde, diesen nicht am Schimm herstellte. Hier war der Abstand von der Hase zum Uhlenbach nur wenige 10 Meter lang, ein Gefälle zum Uhlenbach war vorhanden.
Es gibt genügend Argumente für und gegen eine natürliche Bifurkation in Gesmold, ein Beweis scheint zurzeit mit den vorhandenen Unterlagen nicht möglich zu sein. Wahrscheinlich hat man sich ein natürliches Phänomen zu Nutze gemacht.
Alexander von Humboldt. Sogar der Naturforscher und Begründer der physikalischen Geografie, Alexander von Humboldt (1769 – 1859) schrieb nach seinen Entdeckungen auf seiner Südamerikareise über die Bifurkation am Orinoco unter anderem auch über Beispiele europäischer Flüsse, so auch über die Bifurkation der Bachläufe der Hase und des Uhlenbaches.

Er schrieb: „Irı Deutschland, zwischen Melle und Osnabrück, haben wir den seltenen Fall, dass ein sehr enges Tal die Becken zweier kleiner, voneinander unabhängiger Flüsse verbindet. Die Else und die Hase laufen anfangs nahe beieinander und parallel von Süd nach Nord; wo sie aber in die Ebene treten, weichen sie von Ost nach West auseinander und schließen sich zwei ganz gesonderten Flußsystemen, dem der Werre und dem der Ems an“,
Von Humboldt war selber nicht in Gesmold, hatte von der Bifurkation in Gesmold (erste bekannte Erwähnung: 1578) wahrscheinlich keine Kenntnisse.
Dieser Bericht basiert auf den Recherchen von Bernd Meyer, die er 2004 veröffentlicht. Der Gesmolder Heimatforscher erwies sich bei der HVV-Radtour als kenntnisreicher und amüsanter Gesprächspartner. Leider musste er sich nicht der Frage stellen, wer wen über die 2 km lange Sichtachse zwischen Schloss Gesmold und Mausoleum (damals auch ein beliebtes Lustschloss) im Blick behielt. Hpr-

LandArt 1. Tag. Danke an alle Helfer - es war toll!
09/08/2026

LandArt 1. Tag. Danke an alle Helfer - es war toll!

Die "Golden Busters" begleiten uns am Samstag, 08.08.26 ab 18.00 Uhr im Werkstatt - Garten auf der LandArt. Jazz aus Lei...
02/08/2026

Die "Golden Busters" begleiten uns am Samstag, 08.08.26 ab 18.00 Uhr im Werkstatt - Garten auf der LandArt. Jazz aus Leidenschaft!

Wir freuen uns auf viele Gäste in der Alten Werkstatt!
30/07/2026

Wir freuen uns auf viele Gäste in der Alten Werkstatt!

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