28/10/2026
Beschäftigung von Ausländern: Worauf muss ich als Arbeitgeber achten?
Viele Unternehmen möchten ausländische Arbeitnehmer einstellen, sind aber unsicher, welche aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen gelten. Dabei sind drei Punkte besonders wichtig:
1. Wann ist eine Beschäftigung erlaubt?
Ein Aufenthaltstitel erlaubt grundsätzlich die Erwerbstätigkeit. Die Erlaubnis kann jedoch auf eine bestimmte Beschäftigung oder einen bestimmten Arbeitgeber beschränkt sein.
Auch Menschen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung können unter bestimmten Voraussetzungen eine Beschäftigungserlaubnis erhalten.
Der Vermerk „Beschäftigung nicht gestattet“ bedeutet deshalb nicht immer ein dauerhaftes Arbeitsverbot. Mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot kann eine Erlaubnis beantragt werden, sofern kein gesetzliches Beschäftigungsverbot entgegensteht.
2. Welche Pflichten haben Arbeitgeber?
Nach § 4a Abs. 5 AufenthG müssen Arbeitgeber vor Beschäftigungsbeginn prüfen, ob die konkrete Tätigkeit erlaubt ist. Dazu gehören die Prüfung des Aufenthaltsdokuments einschließlich eines etwaigen Zusatzblatts und die Aufbewahrung der erforderlichen Kopien für die Dauer der Beschäftigung.
Bei bestimmten Aufenthaltstiteln muss außerdem eine vorzeitige Beendigung der Beschäftigung innerhalb von vier Wochen der Ausländerbehörde mitgeteilt werden.
3. Was droht bei Verstößen?
Wer Arbeitnehmer ohne die erforderliche Berechtigung beschäftigt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro. Bereits Fahrlässigkeit kann ausreichen. Unter bestimmten Voraussetzungen drohen auch strafrechtliche Konsequenzen und der Ausschluss von öffentlichen Aufträgen.
Die Beschäftigungsberechtigung sollte deshalb auch bei Änderungen der Tätigkeit oder des Aufenthaltsstatus erneut geprüft werden.
Gleichzeitig lohnt es sich, bei einer fehlenden Beschäftigungserlaubnis genauer hinzusehen: Häufig lassen sich die Voraussetzungen für eine rechtmäßige Beschäftigung noch schaffen. Eine spezialisierte anwaltliche Beratung kann hier sehr helfen!!