04/05/2026
Islamfeindlicher Angriff auf eine Moschee in Deutschland
Solche Taten sind nicht nur eine Beleidigung eines Gotteshauses, sondern ein Angriff auf die Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens, die Menschenwürde und die rechtsstaatliche Ordnung in Deutschland. Jeder gerecht denkende Mensch verurteilt ein solches Verhalten.
Die bittere Realität ist jedoch: Hätte sich ein solcher Vorfall an einem anderen Ort ereignet und wäre auch nur der geringste Verdacht auf einen „Migranten“ gefallen, wären die Schlagzeilen sofort voller Begriffe wie „Terrorismus“, „Extremismus“, „Sicherheitsrisiko“ gewesen – begleitet von pauschalen Analysen über eine ganze Bevölkerungsgruppe. Auch die politische Debatte hätte sich rasch aufgeheizt, Forderungen nach Einschränkungen wären laut geworden und eine Welle der Stigmatisierung hätte eingesetzt.
Wenn hingegen eine muslimische Gemeinschaft betroffen ist, erleben wir häufig eine zurückhaltendere Wortwahl, geringere mediale Aufmerksamkeit und weniger Sensibilität – als würde das Leid mancher weniger wahrgenommen. Diese doppelte Wahrnehmung ist selbst Teil des Problems.
Wenn unser Maßstab tatsächlich „Rechtsstaatlichkeit“ und „Gleichheit in der Menschenwürde“ ist, dann müssen wir Hass – unabhängig von der Identität der Opfer oder der Täter – gleichermaßen entschieden, konsequent und ehrlich verurteilen. Gerechtigkeit ist weder selektiv noch verhandelbar.
ستیزانه #آلمان