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👉🏼 Warum ich heute anders mit Mobbingfällen umgehe, als vor 15 Jahren.Es gab eine Zeit, da habe ich sehr viele Mobbingpr...
27/05/2026

👉🏼 Warum ich heute anders mit Mobbingfällen umgehe, als vor 15 Jahren.

Es gab eine Zeit, da habe ich sehr viele Mobbingprozesse geführt. Wer recherchiert, findet das teilweise heute noch im Netz.

⚖️ Und ja: Ich habe damals fest daran geglaubt, dass der gerichtliche Weg oft die richtige Antwort ist.

Heute gehe ich in vielen Fällen anders vor.

Warum?

Weil ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe, dass Mobbingbetroffene häufig zweimal verlieren.

Das erste Mal, wenn sie gemobbt werden.

Das zweite Mal, wenn sie versuchen, vor Gericht Recht zu bekommen.

Das klingt hart. Aber es ist meine Erfahrung.

Mobbingverfahren sind schwierig. Die Dynamiken sind komplex. Der Leidensdruck ist enorm. Und vor Gericht geht es nicht nur darum, was passiert ist, sondern auch darum, was sich beweisen lässt.

Für viele Betroffene ist genau das eine zusätzliche Belastung.

❓ Deshalb ist meine erste Frage heute oft nicht mehr:

„Wie führen wir die Mobbingklage?“

Sondern:

„Wie kommen Sie aus dieser Situation heraus und wie gewinnen Sie wieder Handlungsspielraum?“

Das kann bedeuten:

• eine tragfähige Verhandlungslösung zu suchen
• ein gutes Trennungsszenario vorzubereiten
• eine Versetzung oder einen Neustart zu ermöglichen
• oder gemeinsam herauszuarbeiten, welche Lösung wirklich zur betroffenen Person passt

Dabei arbeite ich nicht nur juristisch.

🌱 Ich begleite Menschen zunehmend auch systemisch. Nicht, indem ich ihnen eine Lösung vorgebe, sondern indem ich sie dabei unterstütze, ihre eigene Lösung zu finden.

Verstehen Sie mich nicht falsch:

Es gibt Fälle, in denen man kämpfen muss.
Und es gibt Fälle, die vor Gericht gehören.

Aber mein Ziel ist heute nicht mehr in erster Linie, einen Prozess zu führen.

✨ Mein Ziel ist, dass Menschen wieder handlungsfähig werden, Würde zurückgewinnen und eine Perspektive entwickeln.

Manchmal ist der größte Erfolg eben nicht das Urteil.
Sondern der Weg hinaus.

In den letzten Monaten fällt mir in Schriftsätzen eine Entwicklung auf, die mich zunehmend beschäftigt:Weniger substanti...
21/05/2026

In den letzten Monaten fällt mir in Schriftsätzen eine Entwicklung auf, die mich zunehmend beschäftigt:
Weniger substantiierter Vortrag, weniger präzise Arbeit am Sachverhalt – dafür mehr Prozessrhetorik, Dramatisierung und eine Atmosphäre des bloßen Verdachts.

Ich frage mich, ob wir hier bereits Auswirkungen des unkritischen Einsatzes von KI sehen.

👉🏼 Denn KI kann Formulierungen liefern, Struktur erzeugen und Texte „beeindruckend“ klingen lassen. Aber sie ersetzt weder juristische Analyse noch sorgfältige Tatsachenarbeit. Genau darin scheint jedoch die Gefahr zu liegen: Wenn Texte nur noch sprachlich überzeugend wirken sollen, verliert der eigentliche Kern juristischer Arbeit an Bedeutung.

Besonders problematisch wird es, wenn Schriftsätze:

* Zuspitzung über Substanz stellen,
* Verdachtsmomente rhetorisch aufladen,
* Komplexität vereinfachen,
* und Quantität mit Qualität verwechseln.

Das Ergebnis ist oft nicht mehr Klarheit, sondern mehr Lärm im Verfahren.

🗝️ KI ist zweifellos ein hilfreiches Werkzeug. Aber sie darf nicht dazu verleiten, das Denken auszulagern. Juristische Arbeit lebt von Präzision, Differenzierung und Verantwortung und nicht von sprachlicher Kulisse.

💬 Mich würde interessieren:
Welche Erfahrungen macht ihr derzeit mit KI-gestützten Schriftsätzen und der Qualität juristischer Argumentation? Seht ihr ähnliche Entwicklungen oder ganz andere Chancen?

Jura op Kölsch – Teil 3Heut: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)Op Hochdeutsch:Wenn du länger krank warst, lädt...
13/05/2026

Jura op Kölsch – Teil 3
Heut: Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Op Hochdeutsch:
Wenn du länger krank warst, lädt der Arbeitgeber dich zum BEM ein, um gemeinsam zu schauen, wie du gesund und dauerhaft zurück in den Job kommst.

Op Kölsch:
„Do kütt ene Brief un dä säät:
‚Mir wölle dir helfe, widder joot in dä Betrieb reinzukomme.‘
Klingt joot. Is et och. Ävver: nit blind unterschrieve!“

Denn:
Dat BEM es kein Verhör.
Dat es kein Test.
Un et es och keine Pflichtveranstaltung ohne Folgen.

Op Kölsch jesaat:
„BEM es wie ene Spaziergang durch unbekannt Jelände:
Besser, de häs ene Karte dabei, bevor de losjehs.“

Drum mein Rat als Fachanwalt für Arbeitsrecht:
👉 Erst juristisch beraten lassen.
👉 Dann entscheiden, wie man reagiert.
👉 Dann gut vorbereitet ins Gespräch gehen.

Denn wat de do säss, wat de preisjibs, wat de unterschrievs –
dat kann später wichtig wääde. Sehr wichtig.

Op Kölsch:
„Erst kalle, dann laufe.
Erst klor krieje, dann mitmaache.“

BEM kann Chance sin.
BEM kann helfen.
BEM kann schützen.
Ävver nur, wenn de weißt, wie et richtig jeht.

Un genau deshalb erkläre ich dat op Kölsch:
Weil Recht schützt.
Weil Wissen stärkt.
Un weil man Dinge besser versteht, wenn se nit so geschniegelt daherkomme. 😉

Gewählt ist gewählt. 👉🏼 Aber gute Betriebsratsarbeit beginnt erst danach.🗳️ Die letzten Wahlen der Betriebsratsvorsitzen...
11/05/2026

Gewählt ist gewählt.
👉🏼 Aber gute Betriebsratsarbeit beginnt erst danach.

🗳️ Die letzten Wahlen der Betriebsratsvorsitzenden in den von mir betreuten Gremien liegen nun hinter uns.
Und ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich allen Betriebsrätinnen und Betriebsräten gratulieren, die erneut gewählt wurden und weiterhin Verantwortung übernehmen.

Ich habe in den vergangenen Wochen viele engagierte, faire und beeindruckende Wahlkämpfe erlebt. Leider aber auch Situationen, in denen Betriebsräte massiv bekämpft wurden und nach der Wahl nicht mehr die Mehrheit im Gremium hinter sich hatten.

🙏🏼 Gerade deshalb ist mir eines besonders wichtig:
Nach einer Wahl sollte der Wahlkampf vorbei sein.

Dann geht es nicht mehr um Listen, Lager oder persönliche Auseinandersetzungen, sondern um das Gremium als Ganzes und um die gemeinsame Verantwortung für die Beschäftigten.

💫 Ich wünsche allen neu gewählten Betriebsratsgremien, Vorsitzenden und Mitgliedern für die kommenden vier Jahre viel Erfolg, eine gute Hand, gegenseitigen Respekt und die Fähigkeit, trotz unterschiedlicher Sichtweisen gemeinsam gute Lösungen zu finden.

🌱 Ich freue mich darauf, Sie dabei auch weiterhin als Referent und Berater begleiten und unterstützen zu dürfen, wo immer es möglich ist.

05/05/2026

Gestern habe ich in einer Fortbildung das verdeckte Arbeiten im Coaching kennengelernt – und es hat mich wirklich beeindruckt.

Es geht darum, Menschen auch dann hilfreich begleiten zu können, wenn sie über ein Thema oder Problem nicht direkt sprechen möchten oder können. Über Aufstellarbeit, zum Beispiel mit dem Systembrett, entsteht dennoch ein Raum, in dem Reflexion, Perspektivwechsel und Entwicklung möglich werden.

Mich fasziniert, wie viel Tiefe entstehen kann, ohne dass alles ausgesprochen werden muss.

Für mich war das wieder einmal ein starkes Zeichen dafür, wie existenziell Fortbildung ist: Immer dann, wenn man glaubt, schon viel zu wissen, wird man eines Besseren belehrt. Oder besser gesagt: Man merkt, dass man zwar schon einiges weiß – aber eben nie alles.

Ein großes Dankeschön an meine Trainerin, Susanne Kogler von der VISTEMA®️-Academy, die meine Ausbildung am VISTEMA®️-Board begleitet.

30/04/2026

Kleine Ergänzung!

Und am Ende zeigt sich dieselbe Schieflage bei den Renten: Wer ein Leben lang gearbeitet hat, darf nicht im Alter mit einer Rente dastehen, die kaum zum Leben reicht. Niedrige Renten sind für mich ein weiteres Zeichen dafür, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer politisch nicht ausreichend geschützt werden – weder während ihres Berufslebens noch danach.

30/04/2026

Arbeitgeber setzen wieder verstärkt auf Befristungen, während in der Politik ernsthaft über eine Aufweichung des Kündigungsschutzes gesprochen wird. Genau das ist das Problem: Wenn die Politik nicht weiterweiß, wird der Druck wieder nach unten weitergegeben – auf die Beschäftigten.

Viele Menschen arbeiten hart, zahlen Steuern, halten den Laden am Laufen und sollen am Ende trotzdem weniger Sicherheit akzeptieren. Das ist nicht nur sozial ungerecht, es zerstört auch Vertrauen.

Nach Jahrzehnten, in denen im Kern immer dieselben Parteien Verantwortung getragen haben, darf man sich nicht wundern, wenn Menschen politisch nach Alternativen suchen. Gleichzeitig muss man klar sagen: Die sogenannte „Alternative“ ist aus meiner Sicht keine echte Alternative. Wer soziale Unsicherheit, Abstiegsängste und Frust nur ausnutzt, bietet keine Lösungen an.

Es braucht endlich Politik, die Arbeit schützt, statt Unsicherheit zur Normalität zu machen – und demokratische Antworten, die den Menschen wirklich helfen.

Was Leidenschaft im Arbeitsrecht wirklich bedeutet.➡️ Leidenschaft zeigt sich nicht im Tonfall.Sie zeigt sich in der Vor...
29/04/2026

Was Leidenschaft im Arbeitsrecht wirklich bedeutet.

➡️ Leidenschaft zeigt sich nicht im Tonfall.
Sie zeigt sich in der Vorbereitung.

⚖️ Wenn ich ein Seminar konzipiere, lese ich Urteile noch einmal neu.
Wenn ich ein Mandat übernehme, frage ich nach dem Menschen hinter dem Fall.
Wenn ich einen Betriebsrat begleite, denke ich strategisch voraus.

❗️ Recht ist kein Fließband.

Jeder Fall ist anders. Jede Konstellation verlangt Aufmerksamkeit.

✨ Vielleicht ist das meine Form von Leidenschaft:
Dinge ernst nehmen. Menschen ernst nehmen. Verantwortung ernst nehmen.
👉🏼 Nicht spektakulär. Aber wirksam.

Was mich geprägt hat und was ich heute mitbringeIch bin in Köln groß geworden.Und wie man hier sagt: Kölle ist nicht nur...
22/04/2026

Was mich geprägt hat und was ich heute mitbringe

Ich bin in Köln groß geworden.
Und wie man hier sagt: Kölle ist nicht nur eine Stadt, es ist ein Gefühl.

👉🏼 Hier lernt man früh:
Zuhören.
Respektvoll bleiben.
Und verstehen, dass hinter jeder Position ein Mensch steht.

Oder op Kölsch:
Mer hört zo.
Mer bliev respektvoll.
Un mer weiß, dat hinger jeder Saach e Minsch steiht.

Das hat mich geprägt – als Mensch und als Rechtsanwalt.

⚖️ Für mich ist Recht nicht nur Paragrafen anwenden oder Recht behalten.
Es geht darum, Sachverhalte klar zu verstehen, Haltung zu zeigen und fair zu bleiben, auch wenn der Ton mal schärfer wird.

💫 Ich glaube, dass genau dieses kölsche Miteinander
– sachlich, offen, menschlich – meine tägliche Arbeit beeinflusst.

Nit laut.
Nit opjesetz.
Sondern verlässlich.

🤝 Und am Ende geht es immer um das Gleiche:
Zuhören. Verstehen. Und gemeinsam einen Weg finden.

Oder, um es kölsch zu sagen:
Zohöre. Verstoohn. Un jemeinsam ene Weg finde.

🤖 Künstlich Intelligenz im Betrieb – dä Betriebsrat hät metzerede! KI es längst im Arbeitsalltag anjekumme: Bewerberausw...
15/04/2026

🤖 Künstlich Intelligenz im Betrieb – dä Betriebsrat hät metzerede!

KI es längst im Arbeitsalltag anjekumme: Bewerberauswahl, Schichtplanung, Leistungsbewertung, HR-Tools.
Wat vill vergesse: Dat es kein reines IT-Thema, dat es Arbeitsrecht.

👉 Sobald KI Verhalten oder Leistung vun Beschäftigte überwache kann, Prozesse steuert oder Entscheidungen vorbereitet, jreift dä Mitbestimmung vum Betriebsrat.

Un zwar nit als Bremsklotz, sondern als Schutz:
​•​för Transparenz
​•​för Datenschutz
​•​för faire Arbeitsbedingungen

„Der Algorithmus säät dat esu“ jilt weder rechtlich noch menschlich.
KI darf kein Black Box sin – dä Betriebsrat hät Anspruch drop zu wesse, wat dat System kann un wat nit.

Mein Fazit:
KI jo – awwer nur met klare Regeln, offener Kommunikation un echter Mitbestimmung.
Oder op Kölsch:
👉 KI es jot. Awwer nur, wenn mer se met Hätz un Jesez einsetzt.

Adresse

HainStr. 14
Bad Hersfeld
36251

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