30/06/2026
Autonome Busse bei Koralmbahn
Testbetrieb 2027! Strecke zwischen St. Paul und St. Andrä ist 15 km lang
Die autonomen Busse ohne Chauffeur erobern die Welt. Die Planung steuert laut Mobilitätsminister Peter Hanke auf einen flächendeckenden Regelbetrieb für selbstfahrende Busse in Österreich zu. Ab 2027 sollen sie unter Aufsicht einer Begleitperson im öffentlichen Straßenverkehr fahren dürfen. Getestet werden sollen sie in vier Regionen in der Steiermark, in Kärnten, in Tirol und in Oberösterreich. Speziell in Verbindung mit der Koralmbahn sind sie eine vollkommen neue Mobilitätsvariante.
„Bevor der Betrieb starten kann, sind noch Testjahre im öffentlichen Raum notwendig“, erklärt Christoph Knauder, der Geschäftsführer der Grazer Firma Alp.Lab. Das Unternehmen arbeitet an automatisierten Bussen entlang der Koralmbahn – auch in Kärnten. Er geht denselben Weg wie Walter Prutej mit SURAAA. „Im Gegensatz zu den Shuttle-Modellen von Klagenfurt setzen wir größere Busse ein. Die fassen auch mehr Personen. 30 Leute haben bei uns Platz, 15 von ihnen können sitzen.“ Auch die Geschwindigkeit ist höher. „Die Busse fahren 60 km/h und schneller.“
Im Lavanttal soll die Strecke zwischen den Bahnhöfen in St. Paul und St. Andrä befahren werden, das sind stattliche 15 Kilometer.
„Noch muss der Betrieb rechtlich geklärt werden“, sagt Knauder. „Wir haben derzeit auch noch keine Busse, können sie frühestens im Sommer 2027 kriegen. Da wollen wir vier Busse für einen Testbetrieb haben. Einen regulären Betrieb könnten die Busse Ende des Jahres 2028 aufnehmen.“
Christian Tragner